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22. Januar 2012

Ein Sonntag für die Füchse?

In seinem Dialekt meint der Schweizer mit diesem Ausdruck, dass die angesprochene Sache völlig unnütz sei. Unser heutiger Sonntag war nicht für die Füchse, sondern für die Schildkröten und auch gar nicht unnütz. Bei der Durchfahrt durch Bundaberg buchten wir gestern im Visitor-Center eine Tour an den Mon-Repos Strand bei Bargara, wo ab Dezember in den meisten Nächten Loogerhead - Schildkröten an Land kommen, um im weichen Sand ihre Eier abzulegen. Leider war der Samstag-Abend bereits vollständig ausgebucht, wir wollten und das einmalige Erlebnis jedoch nicht entgehen lassen und buchten deshalb Tickets für heute Abend. Einen ruhigen Sonntag verbrachten wir unter Anderem mit Waschen und einem erfirschenden Bad im Meer.

Beim Frühstück wurden wir einmal mehr von lärmigen Vögeln unterhalten: Zuerst ein Miner auf einem Ast nahe bei uns. Er liess lauthals hören, dass unsere Anwesenheit nicht unbedingt in seinem Sinne sei. Oder passte ihm meine Joghurt-Gier nicht?

Ein ganz besonderes Spektakel bot anschliessend dieser Jungvogel. Die Eltern wollten ihn zum Ausfliegen aus dem Nest bewegen und lockten ihn mit allerlei Pfiffen und ab und zu wieder etwas Futter immer weiter vom Nest weg. Ganz so richtig reichte sein Mut aber noch nicht, sein klägliches Piepsen liess uns dies zumindest vermuten. Einige kleine Hüpfer und ein wenig Geflatter waren das Höchste der Gefühle. Nach einer knappen Stunde war unser Frühstück auch mit allem Trödeln fertig und wir reisten ab. Hoffentlich schaffte der Kleine seinen Erstflug noch erfolgreich!

Bereits am frühen Nachmittag machten wir uns auf den Weg an den Strand bei Mon Repos, um die Lage auszukundschaften. Natürlich weit und breit keine Schildkröte, auch keine gerade geschlüpften Jungtiere, die sich auf den Weg ins nahe Meer machen. Immerhin eine schöne Ansicht des 1.5 km langen Sandstrandes, an welchem die Tiere des Nachts aktiv werden. Die Hitze des Tages vermeiden sowohl die eier-legenden Alttiere als auch die frisch geschlüpften Schildkrötli. Diese entgehen so auch den allzeit präsenten Jäger, die sich einen Leckerbissen natürlich nicht entgehen lassen wollen.

Um 19:00 waren wir dann im Visitor-Center, wo ein interessanter Vortrag den Abend eröffnete. Die Besucher wurden in Gruppen zu gut 20 Personen eingeteilt und sobald am Strand etwas Interessantes geschah, meldeten dies die Ranger, welche die Wasserlinie patrouillierten. Frei darf sich niemand am Stand bewegen, dieser ist von abends 18:00 bis 06:00 am anderen Morgen gesperrt und darf nur zusammen mit einem Ranger betreten werden.

Der Einführungsfilm war gerade fertig und das Glace gegessen, als unsere Gruppe gerufen wurde. Nach einem rapiden Fussmarsch von mehr als 500 m in kompletter Dunkelheit kamen wir an die Stelle, wo eine Schildkröte gerade am Ablegen ihrer Eier war. Die Ranger beobachteten sie schon eine ganze Weile, vermassen ihren Körper und registrierten jede Einzelheit. Die meisten der Tiere werden an ihren vorderen Extremitäten mit einem Tag versehen, so dass ihre Sichtungen verfolgt werden können. Dieses Muttertier war dieses Jahr schon zum fünften Mal am Strand, um ihre Eier abzulegen. Zum letzten Mal wurde es davor im Jahr 2004 gesehen. Sobald die Ablage der Eier weit fortgeschritten ist, darf mit Blitz fotografiert werden, allerdings nur für ganz kurze Zeit, da die Tiere sonst gestört werden.

95 cm misst dieses Prachtsexemplar vom Kopf bis zum Schwanz, ein grosses, aber keineswegs riesiges Beispiel. Früher wäre sie wohl zu Schildkröten-Suppe verarbeitet worden, heute steht ihre Spezies unter strengem Schutz.

Kaum hatte die Schildkröte ihre Eier abgelegt und das Nest wieder mit Sand bedeckt, begannen die Ranger diese wieder auszugraben. Leider nistete sie zu wenig hoch am Strand, so dass ihre Eier bei Hochwasser mit Salzwasser in Berührung kämen und dadurch absterben würden. Also musste das Nest in eine höhere Lage verlegt werden. 106 Eier waren es diesmal, die aus über 40 cm Tiefe geborgen werden mussten!

Die Besucher wurden gebeten, die Eier vom ursprünglichen Ort ins neue Nest zu transportieren, Brigitte machte dies schon fast professionell. Ich enthielt mich dieser Tätigkeit, da ich beide Hände für meine Krücken brauchte und die Eier nicht zerdrücken wollte.

Die Schildkröten sind eine sehr stark bedrohte Tierart: Von 1‘000 Eiern überlebt nur ein einziges geschlüpftes Jungtier die Jahre bis zur Geschlechtsreife. Mit etwa 30 Jahren kommt ein weibliches Tier zum ersten Mal an den Strand seiner Geburt zur Ablage von 500 bis 600 Eiern über einen Zeitraum von mehreren Wochen! Nach 90 Tagen schlüpfen die kleinen Kerle und speeden auf kürzestem Weg zum Wasser, wo wiederum viele Fressfeine auf sie warten. Ein hartes Leben, das aber bei viel Glück gut und gerne 90 Jahre dauern kann.

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