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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Sri Lanka
Giritale mit dem Kaudulla National Park
Gute 100 km von unserem gestrigen Hotel entfernt liegt Giritale, eine kleine Ortschaft an einem künstlichen See gelegen. Auch dieser See wurde um das Jahr 600 als Bewässerungsreservoir angelegt.

Unterwegs besuchte ich einen Coiffeursalon, da ich in der Schweiz keine Zeit mehr für einen Haarschnitt fand. Schon der Name „Royal Saloon" lockte mich hinein. Der Haarschnitt wurde sehr professionell mit Schere und Rasiermesser gemacht und das Resultat lässt sich durchaus sehen. Nachdem ich vor dem Nachtessen unter der Dusche noch das letzte Restchen des „Schmöckiwassers" auswusch, ist auch der störende Geruch weg. Für die nächsten paar Wochen sollten die Haare nun wieder genügend kurz sein. Sonst kann ich mir für knapp 2 Franken auch wieder einen neuen leisten.

Einer der vielen kleinen Seen war voller Seerosen und Vögeln. Zum ersten Mal überhaupt trafen wir hier auf eine Pheasant-tailed Jacana, einen wunderschönen Vogel mit sehr langen Zehen, mit denen er mühelos über die Seerosen-Blätter gehen kann. Die Schwanzfedern erinnern an einen Fasan, daher auch der Name.

Wir näherten uns Giritale und dem Kaudulla Nationalpark, der vor allem für seine vielen Elefanten berühmt ist. Einer behinderte hier schon den Verkehr auf der Strasse. Unser Fahrer - ein richtiger Schisshase - getraute sich kaum vorbei zu fahren! Auch andere Autofahrer begegneten dem Elefanten mit gehörigem Respekt.

Eine weitere Premiere erlebten wir hier: Wildlebende Pfauen auf einem abgestorbenen Baum. Die Pfiffe sind auch hier weit herum zu hören. Dem Lärm nach zu schliessen, leben hier viele dieser farbigen Vögel.

Ein männlicher Pfau auf dem Feldweg im Nationalpark. Leider konnte ich ihn nicht dazu überreden, für mich das Rad zu schlagen.

Painted Storks heissen diese Störche in Englisch. Neben ihren gelben Schnäbeln fallen besonders die roten Flecken auf. Deshalb werden sie wohl als bemalte Störche bezeichnet ...

Der Marabout - hier lesser Adjudant genannt - ist im Gegensatz zu seinem afrikanischen Vetter nicht ganz so hässlich. Der gelbe Hals unter dem rötlichen Kopf gibt ihm etwas Freundliches, während seine afrikanischen Vetter (Beispiel Serengeti) wie Totengräber aussehen.

Wie ich schon erwähnte, ist der Kaudulla National Park vor allem für seine vielen Elefanten berühmt. Hier eine ganze Gruppe mit Tieren unterschiedlichsten Alters. Erwähnen muss ich noch, dass ich dieses Bild um 17 Uhr machte, als es fast schon einnachtete. Zudem fiel ein leichter Regen von einem bedeckten Himmel. Von blossem Auge waren die Tiere nur noch schwer auszumachen. Meine Kamera stellte die Empfindlichkeit selbständig hoch und erlaubte mir so, doch noch ein schönes Bild zu machen. Für Interessierte: Nikon D600, ISO 900, Nikon Zoom 80-400 mm bei 110 mm, F 4.8 bei 1/125

Zwei Halbstarke messen spielerisch ihre Kräfte ohne wirklich Ernst zu machen. Sie wollen sich nicht verletzen sondern nur testen, wer der Stärkere ist.

Zwei Kollegen auf der Wanderschaft. Typisch für die asiatischen Elefanten sind die kleinen Ohren sowie die schweinchen farbigen Pigmentflecken, die bei den afrikanischen Vettern nicht zu sehen sind. Selten sind hingegen bei den asiatischen Elefanten die Stosszähne. die meisten haben nur gerade kleine Stummel, kaum je trifft man auf grosse Zähne.
