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- Kategorie: Zambia 21
Gamedrives im Kafue Nationalpark
Wir begannen unseren Besuch im Kafue Nationalpark im Norden in der Mayakuyuku Campsite, welche direkt am Kafue River gelegen ist und einen schönen Ausblick über den Fluss bietet. Von hier aus machten wir einige Gamedrives im Park, sowie auch eine Schifffahrt auf dem Kafue River. Ich zeige hier einige Bilder von den diversen Unternehmungen.

Der erste Morgen zeigte einen Sonnenaufgang über dem Fluss, welcher Vorfreude auf die kommenden Tage aufkommen liess. Die Luft war am frühen Morgen noch recht kühl, das Wasser des Flusses aber um einige Grad wärmer. So stieg ein feiner Nebel über dem Wasser auf.

Vor der ersten Ausfahrt genossen Dulani, Mitto, Brigitta und Kurt einen wärmenden Kaffee rund um das Feuer, welches die ganze Nacht über leicht brannte. Ein Feuer hält die Tiere davon ab, ins Camp zu kommen. Es gibt in diesen einfacheren Camps in den Parks keine Zäune, welche sie von der Wanderung abhalten könnten. Während der Nacht erhielten wir Besuch von mindestens einem Löwen, der durch das Camp spazierte. Gesehen haben wir ihn allerdings nicht, die Zelte blieben fesr verschlossen.

Der Vollmond stand bei unserer Ausfahrt noch am Himmel und leuchtete uns etwas den Weg. Die Scheinwerfer des Landcruisers waren allerdings effizienter.

Der Grey Lourie, besser als Go-away-Bird bekannt, genoss ebenfalls die ersten wärmenden Strahlen der gerade aufgegangenen Sonne. Hier ein Beispiel eines Rufs des Go-away Birds (externer Link).

Teile des Parks stehen noch unter Wasser, was mit der frisch aufgegangenen Sonne und dem immer blauen Himmel immer wieder schöne Bilder ergab.

Ein Meyer’s Parrot, auch Brown headed Parrot genannt, sitzt auf einem blattlosen Baum und geniesst einen gefundenen Samen zum Frühstück. Diese Papageien werden offenbar gerne als Haustiere gehalten, da sie relativ leise sind und sehr leicht dutzende von Worten lernen können. In der Wildnis sprechen sie selbstverständlich nicht.

Eines meiner Lieblingstiere in Zambia sind die Puku, eine heimische Gazellenart. Dieser Bock bestaunte uns Fremdlinge mit grossem Interesse und liess sich nicht verjagen. Die Puku sind etwas stämmiger als die Impalas, die Bauart ist leicht fester und das Fell etwas dichter.

Ein Teil seiner Familie stand etwas abseits unter einem Bäumchen. Das Jungtier wurde noch gesäugt, wegen des dichten Grases konnte ich diesen Akt allerdings nicht fotografieren.

Hippos sind in allen Parks in Zambia allgegenwärtig. Meist sind es grosse Familien mit einem dominanten Bullen, mehreren Muttertieren und ein paar Jungtieren. Während des Tages liegen sie meist im Wasser, um bei Anbruch der Nacht ihre teilweise langen Wanderung zu den Weidegründen anzutreten.

Auch Elefantenfamilien sind häufig anzutreffen. Hier eine Herde angeführt von einem älteren Muttertier, dazu einigen jüngeren Müttern und ihre Kinder. Die geschlechtsreifen Bullen müssen die Herden verlassen und ziehen anschliessend alleine durch die Gegend. Nur zur Paarungszeit stossen sie wieder zur Familie.

Impalas sind ebenfalls als Familien organisiert. Ein starkes Männchen beherrscht viele Weibchen mit ihren Jungen. Die geschlechtsreifen Männchen müssen auch bei diesen grazilen Gazellen die Herde verlassen und in sogenannten Bachelor-Gruppen Aufnahme finden. Ab und zu gelingt einem der stärkeren Jungtieren die Übernahme der Herde vom dominanten Männchen, worauf er die Herde für eine gewisse Zeit anführen und seine Gene weiter geben kann. Die Aufsicht über eine grosse Herde verlangt vom aktuellen Herrscher offenbar viel Kraft, so dass er sich nicht allzu lange seiner Position erfreuen kann.

Ein Wolly-necked Stork stolziert am Ufer einer kleinen Wasserfläche.

Kronenkraniche bieten immer ein schönes Fotomotiv. Im Kafue NP sind sie recht scheu und fliegen bei der geringsten Störung auf und davon, Es gelang mit nicht, näher an den Vogel heran zu kommen, um ihn besser fotografieren zu können.

Pukus sind ähnlich wie Impalas in Familiengruppen organisiert. Der Gehörnte - nicht im Sinn eines italienischen Cornutos - muss auch bei diesen Gazellen auf seinen Harem aufpassen.

Ein noch junger Martial Eagle, zu Deutsch Kampfadler, sitzt auf einem Baum, auch er recht weit weg. Für meine Linse fast zu weit entfernt.
