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- Kategorie: Cruise Dubai - Rom durch den Suez Kanal 22
Dritter Tag in Dubai - die moderne Stadt
Um 9 Uhr bekam ich heute morgen Besuch, ein junger Arzt kam in mein Zimmer, um mir den Covid-Test abzunehmen. Für die Cruise brauche ich einen aktuellen Test. Das Hotel bietet einen solchen Service an, die Kosten dafür - inklusive des Arztbesuchs - betragen 50 US$. Als ich kurz vor 18 Uhr zum Nachtessen ging, lag mein Testresultat an der Rezeption vor: Negativ.
Nachdem ich die beiden letzten Tage im älteren Teil Dubais unterwegs war, wollte ich mir heute einen Teil der neuen Stadt ansehen. Per UBER ging es zuerst zur Jumeirah Moschee.

Auf dem Weg dorthin sah ich den sogenannten Dubai-Frame, den Dubai-Bilderrahmen. Zwei je 150 m hohe Türme sind oben mit einer Brücke verbunden. Der Frame kann besucht werden, es soll von oben eine gute Aussicht über die Stadt geben. Gross muss in Dubai alles sein!

Die Jumeirah Moschee ist die einzige in Dubai, welche auch Nicht-Muslime betreten können… Ausser es sei gerade Freitag, dann ist sie nämlich geschlossen. Auch ein vertrottelter Nicht-Muslim hätte ja auf die Idee kommen können.

Vor der Moschee gab es eine Bushaltestelle. In diesem Gehäuse gibt neben einer Klimaanlage auch WiFi und Handyladestationen. Die meisten Bushaltestellen in Dubai sind so ausgerüstet. Bei den heutigen 38 Grad boten die Bushaltestellen allen eine wohlverdiente Abkühlung.

Ebenfalls in der Nähe der Moschee liegen eine Vielzahl von schönen Stränden mit weissem Sand und dem warmen Wasser des Arabischen Golfes. Ich wollte heute nicht Baden, sondern die Stadt weiter erkunden.

Die ganze Küste in dieser Gegend ist von Luxushotels mit ihren privaten Strandabschnitten übersät, es gibt aber auch viele öffentliche Strände. Auch die notwendige Infrastruktur ist vorhanden: Öffentliche Toiletten und Umkleidekabinen, Restaurants und Kaffees sowie auch die beliebten Glacé-Stände. Badende waren heute kaum am Strand, lediglich einige Europäer und natürlich auch Russen.

Entlang der Hauptstrasse in dieser Gegend ragen viele Stahl- und Glashäuser in den Himmel. Was für ein Gegensatz zur eher beschaulichen Altstadt!

Von weitem schon ist das höchste Gebäude der Welt zu sehen. Der Burj Khalifa soll 828 m hoch sein, ich habe es nicht nachgemessen. Das 2010 eröffnete Gebäude soll auch sonst noch so einige Superlative auf sich vereinen: Ca. 20 Mia. US$ soll es gekostet haben, mit 160 am meisten Stockwerke aufweisen, die schnellsten Aufzüge haben, die höchstgelegene Moschee bieten und dann noch im 78 Geschoss einen Swimmingpool haben. Na ja.

Zu Füssen des Turmes steht ein anderer Superlativ: Die Dubai Mall. Mit etwa einer Million Quadratmeter und ungefähr 1200 Geschäften soll es die weltweit grösste Mall sein.

Schon beim Eingang sieht die Anlage gigantisch aus. Aufzüge führen vom Erdgeschoss hinauf zu den insgesamt vier Verkaufsgeschossen. Der Teil, den ich mir ansah, besteht ausschliesslich aus den üblichen Verdächtigen. Europäische und US-amerikanische Luxusmarken, die jeder kennt, aber kaum jemand kauft oder sich leisten kann. Hier jedoch sind die Geschäfte voll, einige der Einheimischen verfügen offenbar über nahezu unbegrenzte finanzielle Mittel.

Ein Blick von der Zwischenetage ins Getümmel. Damit ist es allerdings nicht weit her. Die meisten Käufer sind in den Geschäften oder lassen sich in den vielen Restaurants verwöhnen.

Noch ein letzter Blick in einen anderen Teil der Anlage. Dann hatte ich genug und ausser einer willkommenen Abkühlung war für mich hier nichts mehr zu holen. Ich bin ohnehin kein grosser Shopper.

Bei einem Aufzug fiel mir dieses Schild ins Auge. Diese sind prioritär für Familien mit Kindern und Behinderte gedacht. Behinderte heissen in Dubai übrigens nicht einfach Invalide (Ungültige) und auch nicht Menosvalidos (Minderwertige) wie in anderen Teilen der Welt, hier sind es Personen mit Entschlossenheit. Personen also, die trotz grosser Schwierigkeiten etwas erreichen wollen. Was für ein Unterschied in der Sprache!

Ausserhalb der Mall liegt ein grosser künstlich angelegter See, die Dubai Fountain. Er ist eingerahmt von den Wolkenkratzern, unter ihnen auch der Burj Khalifa.

Ein anderes Hochhaus steht auf der gegenüberliegenden Seite, auch dieses nicht gerade klein.

Der Lego-Shop in der Dubai-Mall geht mit dem Ort, es gibt Bausätze für die diversen Hochhäuser der Stadt und auch eine der grossen Moscheen.

Der Burj Khalifa bietet die Möglichkeit, auf drei unterschiedlichen Höhen einen Blick auf die Stadt zu werfen. Die Tickets müssen im Voraus per Internet reserviert werden. Und selbst dann ist die Warteschlange vor den Aufzügen etwa 100 m lang. Zu lang für mich. Ich fuhr mit der modernen Metro zurück zum Hotel und zu einem Nachtessen im Freien (Klick mich!) am Dubai Creek.
