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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 1. Etappe Südamerika
Pablo Neruda - Chiles Nationaldichter
Pablo Neruda erhielt 1971 den Nobelpreis für Literatur und gilt nun als Nationaldichter Chiles. Neruda lebte unter anderem auch einige Jahre in Valparaiso, wo heute noch eines seiner Häuser steht und eine Touristenattraktion ist.

Dieses Haus wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und fuhr heute hin. Das Haus liegt weit oben an einem Hang über Valparaiso. Im Innern darf leider einmal mehr nicht fotografiert werden, viel gab es aber ohnehin nicht zu sehen. So wahnsinnig interessant war der Besuch nicht, wäre ich nicht hingefahren, hätte ich nicht viel verpasst. Immerhin ist das Haus von aussen recht hübsch und die Aussicht ist schön. Meine leichte Enttäuschung kann natürlich auch damit zusammenhängen, dass mir Gedichte absolut nichts sagen, ich verstehe sie nicht.

Valparaiso hat viele Bewunderer, grosse und auch kleinere. Als wahrer Fan bekennt ist der Besitzer dieses Fiat. Eine ganze Stadtansicht in knallbunten Farben malte er auf sein Fahrzeug.

Noch viel weiter oben am Hügel hat man eine wunderbare Sicht über Valparaiso und Viña del Mar im Hintergrund. Nach dem gestrigen schlechten Wetter war der Himmel heute wieder weitgehend wolkenlos. Die Temperatur lag aber immer noch bei recht kühlen 20 Grad, mit wenig Wind gerade genügend für ein T-Shirt ohne Pullover. Die Shorts waren wegen der Sonne ohnehin Pflicht.

Das vorherige Bild ist vom selben Platz aus entstanden, die Kamera zeigt nur die weiter unten liegende Stadt: Eine verwerfliche Manipulation! Ich wollte aber die Müllhalde doch noch zeigen. Leider werfen viele Bewohner ihren Müll einfach ins dieses Tobel, wo er entsprechend liegenbleibt. Schade, denn die Aussicht wäre ohne den Abfall und den von ihm ausgehenden Geruch noch viel schöner. Kann ja sein, dass auch der Müll zum Weltkulturerbe zählt, ist ja schliesslich auch menschengemacht. Immer wieder interessant, was eine kleine Änderung des Aufnahmewinkels an einer Bildaussage verändern kann!

Nahe bei meinem Hotel in Viña del Mar gab es heute einen grässlichen Unfall, das Wrack des Fahrzeuges stand noch am Strassenrand als ich zum Nachtessen ging, Es erregte die Aufmerksamkeit vieler Passanten, so auch meine. Der Aufprall auf der Seite dieses Autos muss sehr stark gewesen sein, das Fahrzeug erlitt einen Totalschaden.

Zum Nachtessen ging ich nochmals zu Chez Gerald, wo ich schon vor einigen Tagen hervorragenden Fisch genoss. Wiederum sehr gut! Das Meer war heute recht aufgewühlt, die Brandung schwappte immer wieder über die Ufermauer und duschte die unvorsichtigen Fussgänger, welche anschliessend laut kreischend davon rannten.
