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Kategorie: Winter 19 / 20: Argentina
12. November 2019

Der Höhepunkt der Reise - 4170 m.ü.M.

Heute stand der erste Teil der Andenüberquerung zurück nach Chile auf unserem Programm. Am Morgen fuhren wir los und wollten zuerst noch einen Höhepunkt der Quebrada besuchen, den wir auf der Hinreise absichtlich noch ausgelassen hatten.

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Einer der vielen schönen Friedhöfe in dieser Gegend lag kurz nach unserer Abreise am Weg. Die Sonne beschien gerade die kleinen Grabhäuser und grösseren Grabpaläste sowie die dahinter liegenden farbigen Berge.

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Das Tal der Quebrada in Richtung Süden lag ebenfalls im schönen Licht, hier wird auf 2500 m.ü.M. noch Landwirtschaft betrieben, unter anderm auch etwas Weinbau. Daneben viel Salat.

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Kurz nachdem ich das letzte Bild im Kasten hatte und wir um eine Kurve kamen, erwartete uns ein grösserer Stau. Zuerst war überhaupt nicht klar, was der Grund dafür war. Nach und nach fand ich heraus, dass weiter südlich ein Fluss in der Nacht Teile der Strasse überflutet hatte und dass zur Zeit noch Bagger an der Arbeit waren. Das Geschiebe musste von der Strasse entfernt werden. Nach etwa 2 1/4 Stunden war der Spuk vorbei und wir konnten weiter fahren.

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Die kleine  Ortschaft Purmamarca hat viel Glück mit der Natur. Direkt hinter dem Ort liegen die sogenannten Cerros de siete Colores, die Hügel der sieben Farben. Wegen diesen spektakulären Formationen und Farben kommen sehr viele Touristen ins Dorf. In vielen Geschäften werden neben den vielen Souvenirs auch Coca-Blätter verkauft. Diese sind im Nord-Westen von Argentinien legal und werden von vielen Einheimischen gekauft. Zusammen mit Bikarbonat scheint sich damit ein aufweckender Effekt einzustellen. Die Kombination soll zudem auch gegen Höhenkrankeit gut sein. An der Grenze zu Chile werden die Blätter allerdings sofort beschlagnahmt und es werden Bussen verteilt.

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Einige der farbigen Felsen.

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Dieses hübsche Adobehaus ist in einem sehr guten Zustand, es zeigt den Wohlstand, den der Tourismus in den Ort bringt.

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Noch mehr Felsen, noch mehr Farben. Wir verzichteten darauf, sämtliche sieben Farben zu identifizieren, es war einfach schön.

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Dieses Schild sah ich noch nie: Fahrzeuge, welche mit Traccion a Sangre - mit Blut-Antrieb - funktionieren, sind auf dieser Strasse verboten.

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Die Strasse schlängelte sich von knapp 2500 m langsam auf die Passhöhe hinauf. Immer noch mehr spektakuläre Felsformationen begleiteten uns. Die ganze Gegend sieht von weitem nach Fels aus, kommt man den Formationen aber näher, sieht man, dass es eine riesige Schutthalde ist. Sand, gemischt mit kleinerem Kies und auch grösseren Steinen sind das Baumaterial dieser "Felsen".

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Je mehr Höhe wir gewannen, desto mehr Cardones standen links und rechts der Strasse. Diese hatten zunehmend dichtere Stacheln, teilweise sah es fast so aus, als ob die Kakteen ein Winterfell hätten.

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Die Strasse mäanderte den Berg hinauf, unzählige Haarnadel-Kurven galt es auf dem Weg zu umkurven. Es hatte sehr wenig Verkehr, ab und zu einen Personenwagen, einige Motorräder sowie etwa zehn Sattelschlepper mit Numernschildern aus Paraguay, welche Autos von Chile in jenes Land brachten.

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Von der Passhöhe auf 4’170 m.ü.M. gab es einen schönen Blick hinunter ins Tal mit den vielen Farben. Viele der Wolken waren tiefer, der Himmel schön tief blau. Unser Auto hatte ziemliche Mühe, uns in die Höhe hinauf zu tragen, die dünne Luft machte ihm zu schaffen.

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Auf der anderen Seite des Passes lagen die Salinas Grandes, ein riesiger Salzsee. Obwohl es hier kaum je regnet, war es heute wieder einmal so weit. Als wir in die Nähe kamen, fiel ein leichter Regen, was in der riesigen Landschaft für eine spezielle Stimmung sorgte.

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Die Strasse führt mitten durch den See und die tiefhängenden Wolken spiegelten sich im flachen Wasser. Sobald die Sonne wieder scheint, wird das Wasser sehr schnell wieder verdunsten.

Nun sind wir in Susques, einem kleinen Kaff auf 3’700 m.ü.M. und hoffen, dass wir die Nacht auf dieser Höhe gut überstehen. Für Ruth ist es das erste Mal überhaupt, dass sie in dieser Höhe ist. Ich war vor einigen Jahren schon in Bolivien, wo ich einmal eine Nacht auf 4’700 m.ü.M. verbrachte und dort einige Mühe mit der Höhe hatte.

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