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- Kategorie: Winter 19 / 20: Argentina
Mendoza, die Stadt der Bäume
Heute morgen war der Himmel bedeckt und es nieselte sogar ein wenig. Die Temperatur lag nach den gestrigen 26 Grad bei nur gerade 12 Grad, höchste Zeit für den Faserpelz! Nach dem Frühstück brachte ich unsere Wäsche in eine nahe gelegene Wäscherei, wo ich sie heute ab 18 Uhr wieder abholen konnte. Mit den frisch gewaschenen Sachen sind wir nun bereit für die Weiterreise in Argentinien.

Trotz der eher kühlen Witterung machten wir uns auf den Weg, die Stadt näher zu erkunden. Das Nieseln hatte inzwischen aufgehört, die Strassen wurden kaum richtig nass. Nahe bei unserem Hotel liegt die Plaza de la Independencia, einer der grössten von vielen Parks im Zentrum von Mendoza. Das Wasserspiel war heute nicht in Betrieb, die Installation wies aber auf einen grossen Springbrunnen hin.

Palmwedel gibt es in Mendoza viele, es stehen unzählig dieser Bäume in der Stadt. Die abgeschnittenen Wedel eignen sich hervorragend als Besen für die Parkwächter, welche die Freiflächen besenrein halten.

Mitten im Park hat sich hier eine mobile Kaffeebar installiert. Neben Kaffee gab es hier auch allerlei Fruchtsäfte und es waren auch ganze Früchte im Verkauf. Heute lief das Geschäft am Morgen offenbar nicht sehr gut, die Verkäuferin hoffte wie wir auf wärmeres Wetter.

Die Stadt stellt netterweise an vielen Orten Informationstafeln für die Touristen auf. Darauf sind die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung verzeichnet. Der Schacht im Vordergrund soll wohl einmal durch den neu gepflanzten Baum gefüllt werden, in der Zwischenzeit wartet er auf unvorsichtige Touristen. Ob es wohl keine geeigneteren Plätze für die Tafel gegeben hätte?

Da es hier gerade Frühling ist, sind die Jacarandas voller Blumen. Es gibt an einigen Stellen der Stadt Vertreter dieser Bäume.

Eigentlich wollte ich dieser Tage noch bei einem Coiffeur vorbei gehen, hier sind die Coiffeurstühle zwar interessant, doch für mich eher ungeeignet. Es findet sich sicher bald wieder eine Gelegenheit, meine restlichen Haare etwas kürzen zu lassen.

Ein sehr guter Ratschlag, der sogar für nicht-Spanisch-Sprecher zu verstehen ist. Für uns heute morgen aber noch etwas zu früh.

Die meisten Strassen in der Innenstadt sind Alleen, die mit der mittlerweile aufgekommen Sonne noch viel schöner aussehen.

An vielen Orten gibt es diese Bäume, die auf den ersten Blick eher unscheinbar aussehen. Der Boden ist jedoch rund um die Bäume mit klebrigen Früchten übersäht. Diese bleiben an den Schuhen kleben und verursachen auch sonst eine ziemliche Sauerei.

Es sind die Früchte des Weissen Maulbeerbaumes, welche, so sie denn für menschliche Arme ohne Leiter in Reichweite sind, gut schmecken. Die ganz reifen Früchte fallen bei der leichtesten Erschütterung des Baumes ab und verkleben dann die Gehsteige. Die Blätter des Baumes dienen in der Seidenherstellung als Futter für die Seidenraupen, welche sich ausschliesslich davon ernähren. In der Stadt sind sie Schattenspender und Strassenschmuck.

Am einen Stadtrand liegt der mit mehr als 400 Hektaren grösste Park von Mendoza, der Parque General San Martín, der neben einem künstlichen See auch viele Sporteinrichtung aufweist. Das schmiedeeiserne Tor weist auf die Grösse der Anlage hin. Wir besuchten heute nur den Anfang des Parks, die Wege waren für mich zu weit. Der gesamte Park soll um die 50’000 Bäume aus aller Welt beheimaten.
