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- Kategorie: Winter 18 / 19: 6. Etappe Vietnam und Kambodscha mit Ruth
Abschied von Vietnam, Ankunft in Cambodia
Am späteren Nachmittag flogen wir von Saigon nach Siem Reap in Cambodia. Den Morgen verbrachten wir noch mit einem Spaziergang in der Nähe unseres Hotels und liessen uns durchs lokale Leben treiben.

Bei unserem Hotel liegt auf der dem Haupteingang abgewandten Seite ein Töff-Parkplatz, wo die Angestellten ihre Roller parkieren können. Die meisten von ihnen kommen mit ihren privaten Rollern zur Arbeit, deshalb der grosse Abstellplatz.

In der Nähe gab es einen grösseren Lebensmittel-Supermarkt, den wir uns nicht entgehen lassen wollten. Bei uns in der Schweiz gibt es beim Lebensmittelhändler lediglich einige wenige Reissorten. In Vietnam sieht das anders aus: Alleine offener Reise wird hier in vielen Varianten angeboten.

Profanere Reissorten stehen in grösseren Behältnissen zum Verkauf. Dieser Reis kann selber abgefüllt werden. 0.80 CHF / kg kostet dieser Reis.

Noch viel mehr und speziellere Reissorten gibt es hier. 5 kg kosten hier CHF 2.80. Die Vietnamesen essen sehr viel Reis, im Mekong-Delta in der Gegend von Saigon kann dieser bis zu dreimal jährlich geerntet werden. Der Reisanbau ist aber eine mühsame Angelegenheit: Viele Felder sind klein und können kaum maschinell bearbeitet werden. Zuerst müssen sie umgepflügt werden, dann wird in einer Ecke der Reis angesäht und sobald die einzelnen Pflanzen eine gewisse Grösse erreicht haben, werden sie manuell in die Felder gesetzt. Diese Arbeit erfordert Stunden arbeiten mit gekrümmtem Rücken!

Ausserhalb des Lebensmittel-Ladens gab es auch hier einen kleinen Tempel, wo die lokalen Götter verehrt werden. Neben Räucherstäbchen wird ihnen auch ein doppelter Espresso geopfert.

Roller sind sehr vielseitige Fahrzeuge. Hier wird eine ganze Familie auf zwei Rädern transportiert: Vater, Mutter sowie zwei Kiddies finden auf dem Gefährt Platz. Für die Eltern gibt es Helme, die Kleinen sind mit Baseball-Capes ausgerüstet. Bei einem Unfall nützen diese sicher nicht sehr viel. Auch die meist verwendeten Helme sind nicht sehr gut, einen Aufprall auf dem Boden können sie kaum dämpfen. Vollschutzhelme wiederum sind in diesem Klima fast nicht auszuhalten, darunter läuft der Schweiss in Strömen.

An einer Stelle wurde ein Haus aus der Häuserzeile herausgebrochen, das neue wird wohl in nächster Zeit die Lücke füllen. Gross wird jedoch auch dieses nicht werden.

Die Strom- und Telefoninstallationen sind auch in Vietnam sehr abenteuerlich. Dicke Kabelbäume kreuzen sich hier sogar mitten über der Strasse. Diese ist hier so schmal, dass grössere Lastwagen hier kein Durchkommen finden, sonst wären die Kabel wohl schon längst herunter gerissen worden.

Am Flughafen von Saigon sah ich ein interessantes Schild für die entsprechenden Hallen: Well-Wishers-Gallery und Greeters-Gallery. Die Bedeutungen sind selbsterklärend.
Nach einem kurzen Flug von nur gerade 45 Minuten kamen wir am früheren Abend in Siem Reap an, rechtzeitig für ein leichtes Nachtessen und ein kühles Bier. Die Temperatur lag um 21 Uhr noch bei knapp 30°. Morgen dann einer der Höhepunkte von Cambodia: Angkor Wat, ich freue mich!
