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- Kategorie: Winter 18 / 19: 2. Etappe Namibia mit Ruth
Viele, viele Vögel und auch noch sonst einiges

Der heutige Tag begann schon früh mit Vögeln, wir sahen rechts der Piste in einem Strauch zwei European Bee-eater. Normalerweise sind diese Vögel auf der Jagd sehr einfach zu fotografieren, sie kehren nach jedem Jagdtripp wieder zum selben Ast zurück. Heute hatten sie dazu leider nicht allzu viel Lust. So blieb es bei einem einzigen Bild aus recht grosser Distanz.

Bald ging es weiter mit einem Southern Pale Chanthing Goshawk, der mit seinen ausgeprägten Augenbrauen sehr streng aussieht. Für uns Menschen stellt er selbstverständlich keine Gefahr dar, anders sieht dies jedoch für Mäuse, Eidechsen und anderes kleines Getier aus, welches auf seinem Speiseplan steht.

Als ich über die Piste bretterte - mit höchstens 30 km/h - und versuchte, so gut als möglich den Schlaglöchern auszuweichen, bemerkte ich im Augenwinkel ein grosses, graues Etwas unter einem Busch. Ich vermutete ein Nashorn, stoppte sofort und setzte etwas zurück. Tatsächlich, ein Black Rhino oder auf Deutsch ein Spitzmaul-Nashorn.

Das Tier verfügt normalerweise über zwei nahezu gleichlange Hörner, welche bei den meisten Exemplaren in der Etosha jedoch von den Rangern abgesägt werden. Dies in der Hoffnung, dass die Tiere so weniger interessante Ziele für die Wilderer sind. Doch ist leider auch das Rest-Horn immer noch genügend kostbar!

Die nächsten Vögel waren Strausse, das Elternpaar führte hier seinen Nahwuchs spazieren. Die Kleinen müssen noch einiges an Grösse zulegen, bevor sie mit den Eltern gleichziehen! Auch die kurzen Beine sind eher nachteilig, wenn es ums Rennen geht.

Der Sekretär war so stark mit dem Buchführen der kleinen Strausse beschäftigt, das er mich kaum bemerkte.

Einer meiner Lieblingsvögel im südlichen Afrika ist der Lilac breasted Roller. Dies hier ist sein Verwandter, der European Roller. In Namibia sah ich auf dieser Reise noch keinen Lilac breasted Roller, jedoch schon mehrere European Roller.

Zur Abwechslung wieder einmal Springböcke vor der Pfanne unter dem immensen afrikanischen Himmel.

Lapped Faced Vultures heissen anderswo Nubian Vultures, es sind die grössten der Aasfresser in dieser Gegend. So speziell sie auch aussehen, so wichtig sind sie für das Ökosystem als Gesundheitspolizei. Kaum liegt irgendwo ein totes Tier, sind sie zur Stelle und räumen auf.

Dieses Bild gibt eigentlich nicht viel Sinn, ausser man hat meine Reisetagebuch (Klick mich!) von vor einem Jahr gelesen. An dieser Stelle lag vor einem Jahr eine tote Giraffe umringt von vielen Geiern und anderen Aasfressern. Nun liegen nur noch einige wenige grosse und gebleichte Knochen der einst stolzen Giraffe herum, der Rest wurde entweder gefressen oder ist sonstwie abhanden gekommen.

Zum Abschluss noch ein hübsches, natürliches Wasserloch, welche aktuell nur wenige Besucher hat. Eine grössere Giraffe sowie ein Black Faced Impala teilen sich die ganze Anlage.
