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- Kategorie: Winter 18 / 19: 2. Etappe Namibia mit Ruth
Gestreifte Tiere und der scheinbar endlose afrikanische Himmel

Der Morgen begann mit einem Besuch am Wasserloch von Okaukuejo. Heute früh waren einige grosse Elefantenbullen am Wasser. Gestern nacht sahen wir zwei Black Rhinos am Wasser, das Licht war jedoch für die Fotografie viel zu schwach. Es muss deshalb bei der Erinnerung bleiben.

Heute trafen wir sehr viele Zebras auf dem Weg zum Halali-Camp. Entlang der Etosha Pfanne ist das Land sehr flach und von Gras bewachsen, ein ideales Gelände für die gestreiften Tiere. Das linke Zebra lachte mich aus, als ich zur Fotografie ansetzte!

Etwa 25 Elefanten besuchten ein kleines Wasserloch, welches auf unserer Route lag. Eine gesund aussehende Herde von grossen Kühen und einigen Jungtieren.

Plötzlich tauchte eine Spottet Hyena, eine Tüpfelhyäne auf und ging zum Wasser. Von den Elefanten liess sie sich nicht ablenken.

Kaum hate sie genug getrunken, legte sie sich für einige Minuten ins Wasser oder vielmehr in den Schlamm.

Sie verzog sich anschliessend wieder in den Busch, die Elefanten nahmen von ihr jedoch keine Kenntnis. Die Hyäne stellt offenbar keine Gefahr für die Riesen dar.

Die Piste führte für weite Strecken entlang der Etosha Pfanne, was immer wieder Anlass für schöne Bilder gab. Eine Akazie vor der endlosen Ebene unter dem grossen, afrikanischen Himmel ist immer ein gutes Motiv.

Gegen den Nachmittag kamen grosse Gewitterwolken auf, die Blue Wildebeest unter den Wolken auf dem goldenen Gras gefallen mir sehr gut.

Ein noch recht junges Zebra ruhte sich auf dem Boden aus, die langen Wanderungen in der Hitze sind sicher ermüdend. Im Laufe seines Lebens wird es noch viele Kilometer hinter sich bringen müssen.

Mutter Zebra und Fohlen Zebra wirken unter dem endlosen Himmel etwas verloren. Ruth konnte sich an den kleinen Rössli kaum sattsehen.

Der Kory Bustard plustert seinen Hals auf, wenn er auf der Balz ist. Das Weibchen stand einige Meter abseits und schien von seinem Verhalten eher unbeeindruckt. Trotzdem stolzierte er mit geschwollenem Hals umher. Irgendwann wird sie schon Notiz nehmen.

Noch ein Streifentier. Ein sauberes Weiss mit dem tiefen Schwarz der Streifen sowie der schwarzen Mähne geben immer ein interessantes Portrait.

Beim Restaurant des Camps lebt eine kleine African Scops Owl in einem Baum. Wenn mich nicht ein Guide darauf aufmerksam gemacht hätte, hätte ich sie nicht bemerkt. Der Vogel ist nur etwa 15 cm gross. Sie schlief den ganzen Nachmittag im Baum, selbst als wir um 18 Uhr zum Nachtessen gingen, war sie immer noch da.

Ich kann mir nicht helfen: Blue Wildebeest und Zebras auf goldenem Gras unter dem riesigen afrikanischen Himmel muss ich einfach fotografieren!

An einer Stelle nördlich des Halali-Camps führt eine kurze Strasse hinaus in die Pfanne. Etwa zwei km weg vom Land kommt hier ein Gefühl der Einsamkeit auf. Knapp 60 nördlich endet die Wüste und neues Land beginnt.
