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- Kategorie: Winter 18 / 19: 1. Etappe Johannesburg - Windhoek mit Paul
Augrabies National Park und Upington

Zuerst noch ein Nachtrag zum gestrigen Tag. Einmal mehr genossen wir wunderbares südafrikanisches Fleisch in einem einfachen Restaurant in Springbok. Die Zubereitungsarten der Steaks wurde hier auf eine interessante Art beschrieben. Ein Hinweis noch was die Preise betrifft: 100 Rand sind etwa 7 CHF. Der Wechselkurs von Rand zu CHF macht das Essen dieses Jahr fast lächerlich billig.

Als wir heute morgen zum Frühstück gingen, zeigte das Thermometer ganze 9°. Die Temperatur lag somit eher auf der kühlen Seite. Zudem fiel während der Nacht ein leichter Regen und die Wolken hingen immer noch am Himmel und verdeckten die Sonne.

Bald schon verzogen sich die Wolken und die Sonne strahlte von einem makellos blauen Himmel. Mit einen starken Wind blieb die Temperatur aber bis nach dem Mittag bei etwa 18°. Unterwegs trafen wir auf eine grosse Zink-Mine, die zur Zeit in Entwicklung begriffen ist.Hier liegt eines der weltweit grössten bekannten Zinkvorkommen, welches nun ausgebeutet werden soll. Eine interessante Darstellung der Minenaktivitäten findet sich hier (Klick mich!).

Auf dem Weg nach Upington lagen heute die Augrabies-Falls, die angeblich zweitgrössten Wasserfälle Afrikas. Auf jeden Fall einen Besuch wert, umso mehr, als der Park nur gerade 30 km von der Hauptstrasse entfernt liegt.

Der Fluss, der Orange-River- führt zur Zeit etwas Wasser, nicht allzu viel, aber immerhin genug für ein kleineres Spektakel. Der Fluss hat sich im Granitfelsen sein Bett eingegraben.

Im Fels gibt es einige Löcher, welcher wie unsere Gletschermühlen vom Wasser gegraben wurden. Diese Stelle erreicht das Wasser nur alle paar Jahre, wenn ausserordentliche Regenfälle auftreten.

Rund um die Fälle gibt es einige Aussichtspunkte, von welchen aus sich die tosenden Wassermassen gut beobachten lassen. Der feine Nebel, der durch den Fall erzeugt wird, sorgt sogar für einen kleinen Regenbogen. Das Wasser fällt hier 56 m in die Tiefe.

Nach dem eigentlichen Fall läuft der Fluss durch ein grosses Becken, das er im Laufe der Zeit aus dem Fels gegraben hat. Bei Hochwasser ist das Becken bis fast zum Rand mit Wasser gefüllt.

Ein kurzer Gamedrive lag heute noch drin, bevor wir uns auf den restlichen Weg nach Upington machten. Zwei Giraffen waren etwas abseits der Strasse, sie liessen sich von uns nicht beeindrucken. Es gibt im Park keinerlei Raubtiere, so dass die Giraffen keine Scheu zeigen.

Wir verbringen nun zwei Nächte in einem schön gelegenen Guesthouse direkt am Oranje-River, dem River Place Manor. Diese Unterkunft durfte ich anlässlich einer Reise 2015 mit Christoph, Andrea und Thomas kennenlernen.
