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- Kategorie: Winter 18 / 19: 1. Etappe Johannesburg - Windhoek mit Paul
Weg vom Meer nach Springbok
Unsere nächste grössere Station heisst Augrabies National Park und dann am selben Tag weiter nach Upington. Da dies für einen Tag viel zu weit ist, unterbrachen wir unsere Fahrt in Springbok. Hier gibt es nicht viel zu sehen, auch der Weg hierhin ist eigentlich nur eine Fahrstrecke, viel anderes ist nicht.

Viele Getreidefelder sind hier noch nicht abgeerntet. Die einzelnen Felder sind lange Bahnen, welche mit dem Mähdrescher gut zu bearbeiten sind.

Zwischen den einzelnen Feldern pflanzten die Bauern jeweils eine Reihe niedriger Büsche, welche vermutlich der Abhaltung der starken Winde dienen. Die Bahnen geben auf jeden Fall ein interessantes Bild ab. Die Ausnützungsziffer der Felder ist so aber nicht sehr gross, ein gutes Drittel des Landes bleibt ungenutzt.

Sobald ein noch so kleiner Fluss durch die Landschaft fliesst, ist es grün. Hier werden Trauben angepflanzt, welche zu dieser Jahreszeit noch saftig grün sind. Bis zur Ernte sind es aber noch einige Monate. Südafrika exportiert die Trauben ab Februar als Tafeltrauben auch nach Europa.

Unsere heutige Strasse ist ein Teil der Cape-Namibia-Route, der Strasse. welche Cape Town mit Namibia verbindet. Die braune Farbe des Schildes wiest darauf hin, dass die Anzeige touristischen Zwecken dient.

Wir sind nun wieder auf über 700 m.ü.M., hier gibt es viele imposante Granit-Brocken, welche von grosser vulkanischer Aktivität vor langer, langer Zeit Zeugnis ablegen.

Ein Drankwinkel ist entweder eine Bar oder wie in diesem Fall einfach ein Alkohol-Geschäft. Offenbar haben diese Geschäfte viel Nachfrage, denn in jeder Ortschaft gibt es meist mehrere davon. Die grossen Einkaufsgeschäfte dürfen wie in vielen ehemaligen englischen Kolonien keinen Alkohol verkaufen. Doch ist das nächste solche Geschäft nie fern! Die Nachfrage nach Booze scheint hier ungebrochen zu sein.
