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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Vom Herbstanfang über den Höhepunkt in den Sommer
Wir übernachteten gestern in Armidale, einer hübschen Ortschaft auf gut 1’000 m.ü.M. Heute früh lag die Temperatur bei kühlen 11°, sobald die Sonne über dem Horizont erschien, wurde es bald 18° warm. Als wir uns nach einem Stadtspaziergang verabschiedeten, waren es schon angenehme 24°.

Im Park im Stadtzentrum waren schon die ersten Bäume in ihrem Herbstkleid zu sehen. Armidale ist bekannt für einen Bilderbuch-Herbst, die vielen aus Europa eingeführten Bäume werfen dann ihre Blätter ab. Bis dahin dauert es aber noch einige Wochen, heute sahen wir erst einzelne Vorboten dieser Entwicklung.

Der Stadtpark ist wunderbar angelegt, sauber geschnittenes Gras und viele, für australische Verhältnisse, exotische Bäume.

Zwei grosse Kirchen stehen in Armidale, hier eine katholische Kirche und …

… nebenan die anglikanische Kathedrale. Anscheinend vertragen sich diese beiden Religionen hier so gut, dass ihre Kirchen lediglich durch eine Strasse getrennt sind.

Von diesen Verzierungen an vielen Häusern kann ich nicht genug kriegen. Diese Ornament sind meist aus Eisen und verschönern die meisten Hotels und Motels in der Innenstadt.

Eine gusseiserne Verzierung an einem anderen Haus aus der Nähe. Ungeheuerlich, wie viel Detailarbeit in eine solche Arbeit fliesst. Das kulturelle Erbe wird in den Innenstädten auf jeden Fall bestens bewahrt.

Beim Ausgang des Städtchens in Richtung Waterfall-Way steht eine Schule im typisch-englischen Stil für solche Institutionen.

Wir entschlossen uns, für die Rückfahrt an die Küste noch einmal den Waterfall Way zu nehmen und noch einige gestern links liegen gelassene Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Der wichtigste Stopp galt dem Point Lookout im New England National Park. Von hier aus schweift der Blick über unzählige tief eingeschnittene Täler, alle von dichtem Regenwald überwachsen. In der Ferne kann man sogar den Pazifik vermuten, für eine freie Sicht war heute zu viel Dunst in der Luft. Hier der Blick in Richtung Süd-Osten.

Die 1’560 m bezeichneten den für uns höchsten Punkt der diesjährigen Reise.

In Richtung Nord-Osten liegen ebenso viele Täler. Von menschlicher Besiedlung ist weit und breit nichts zu sehen. Man fühlt sich wie der letzte Mensch auf dem Planeten.

Bei einem Kaffeehalt wurde unser Nebentisch von einem wilden Truthahn besucht, der sich an den Resten der Mahlzeit der Gäste gütlich tat. Ohne Scheu hüpfte er auf den Tisch und pickte noch die letzten Krümel vom Teller.

Eine wirkliche Schönheit ist der Truthahn nicht, der rote Kopf mit der gelben Halskrause und den brauen Federn gewinnt beim Schönheitswettbewerb sicher nicht einmal einen Blumentopf.

Wir übernachten heute wieder am Pazifik in Nambucca Heads, wo die Temperatur noch um 18 Uhr bei gut 26° lag. Zurück im Sommer, auch wenn dieser in Australien langsam in den Herbst übergeht.
