- Details
- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Das Top End Australiens, Darwin

Gegen Mittag waren wir heute am Ende des Stuart Highways angelangt. 2’722 km sind es von Port Augusta in South Australia bis hierhin. Eine der längsten Strassen, die ich schon je gefahren bin. Das Ende ist hier lediglich ein kleiner Kreisel, völlig unspektakulär.
Darwin liegt sehr weit von allen anderen australischen Städten entfernt: Adelaide mit 3’200 km ist die näheste Grossstadt, nach Perth, Melbourne und Sydney sind es je über 4’000 km.
Die Temperatur lag heute innerhalb der Stadt nur wenig über 30°, doch mit der hohen Luftfeuchtigkeit rann uns der Schweiss in Bächen herunter. Wie in vielen Städten Australiens gibt es auch hier in Darwin viele Outdoor-Geschäfte mit Camping-, Fischer- sowie Wanderausrüstungen. Die Aussies lieben das Leben ausserhalb der vier Wände! Die meisten Gebäude im Zentrum sind modern, denn zu Weihnachten 1974 zerstörte der tropische Wirbelsturm Tracy nahezu die ganze Innenstadt.

Vom Hafen aus zeigt sich die moderne Innenstadt sehr schön. Moderne Häuser unter einem tropischen Himmel mit imposanten Wolken.

Dieser gewitzte Vogel ist ein Turn, ein Vertreter der Möwenfamilie. Die genaue Art kenne ich nicht, doch mir gefallen diese witzig aussehenden Kerle immer sehr gut.

Über dem Meer türmten sich hohe Wolken auf, welche bedrohlich aussahen, letztlich aber harmlos waren, nicht wie …

… die Wolken auf diesem gemalten Bild. Es stellt den japanischen Bombenangriff auf Darwin dar, welcher am 19. Februar 1942 292 Personen in Darwin tötete. Darwin wurde danach noch einige weitere Male von Japan angegriffen, bevor der Krieg auch im Pazifik vorüber war.

Gegenüber der Stadt liegt auf der anderen Seite der Fanny Bay der East Point, eine hübsche Parkanlage mit vielen Vögeln und auch Wallabies. Von hier aus ist die Skyline der Stadt gut zu sehen. Viele Hochhäuser gibt es jedoch nicht.

Die Timorsee, das offene Meer nördlich von Australien, leckt hier am Kontinent und frisst sich langsam nach Süden ins Land. Die Kalkfelsen leisten nicht sehr viel Widerstand.

Im Park konnte ich einen Kookaburra fotografieren, allerdings etwas weit entfernt, deshalb nicht ganz scharf. Es ist ein Vertreter der Blauflügel-Kookaburra, einer für mich neuen Variante.
Die drohenden Wolken am Himmel entluden sich gegen Abend in einem grossen Gewitter, welches viel Regen brachte.
