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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
Port Augusta, der letzte Halt am Meer in Südaustralien

Kurz bevor ich heute morgen losfahren wollte, bemerkte ich bei einem gegenüber liegenden Wohnwagen einen seltsamen Einrichtungsgegenstand. Erst als ich genauer hinschaute, wurde mir klar, dass die Kugel doch wohl eher ein „Schmuckstück“ als ein wirklich im Einsatz stehendes Instrument ist. Sie hängt an einem dünnen Elektrokabel und kann wohl kaum mehr als einige hundert Gramm wiegen.

Öfter schon bemerkte ich in Südaustralien ähnliche Schilder, welche die Autofahrer auf allerhand mögliche Gefahren aufmerksam machen. Ein Kängugei oder Papaguru ist tatsächlich eher ungewohnt. Auf jeden Fall eine humorvolle Kampagne für aufmerksames Autofahren.
Der Himmel war wie auf diesem Bild heute den ganzen Tag über eher grau, zeitweise nieselte es sogar leicht. Nachdem das Thermometer gestern mehrfach die 40-er Marke überstieg, erreichte es heute nur mehr knapp 24.

South Australia, der aktuelle Bundesstaat, lebt viel von Landwirtschaft. Heute fuhren wir oft entlang kilometerlanger Getreidefelder. 5x5 km waren so etwa die gängigen Feldmasse! Die einzelnen Felder waren meist durch einen dünnen Eukalyptuswald abgegrenzt.

So gross die Felder waren, so gross waren auch die Lagersilos des Erntegutes. An einem Hafen nahm gerade ein grosser Frachter aus Limasol / Zypern Getreide auf. Aus den Silos wird dieses über lange Förderbänder zum Schiff geführt, wo es dann im Schiffsbauch verschwindet.

Die Gegend um Port Pirie, einem weiteren Zwischenstopp, ist sehr dünn besiedelt. Die Ortschaften selber sind ebenfalls nicht sehr gross, trotzdem gibt es auch hier Geschäfte, welche Computer anbieten. Diese werden zu Sydney-Preisen angeboten, ohne den sonst ortsüblichen Aufschlag. Ob das Geschäft so wohl mehr Kunden anlocken kann in Zeiten von Amazon und Online-Handel?

Der alte Bahnhof von Port Pirie wurde längst in ein Museum verwandelt, auf der Strecke fahren lediglich noch Güterzüge. Das Gebäude stammt noch aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts. Für australische Verhältnisse ist es schon sehr, sehr alt!

Diese Kirche hat offenbar nicht mehr rentiert, sie wurde kurzerhand in einen Waschsalon umfunktioniert. Damit lässt sich mehr verdienen.
Wir machten heute in Port Augusta Station, der letzten kleinen Stadt am Meer im Süden von Australien. Morgen früh geht es weiter in Richtung Norden mit Coober Pedy als erster Station. Allenfalls unterbrechen wir die 540 km lange Fahrt schon etwas früher, je nach Vorankommen.
