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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
The Great Ocean Road - zweiter Teil, Cape Otway
Nachdem sich der Himmel am gestrigen Nachmittag verdunkelte, brachen wir die Erkundung der Küste ab, da gemäss der Wettervorhersage das Wetter heute besser sein sollte. Wir wollten uns die Chance nicht entgehen lassen, die Höhepunkte bei schönem Sonnenschein zu erkunden. Die Rechnung ging voll auf!

Nach etwas mehr als 50 km trafen wir auf den Maits Rainforest Boardwalk, einen Rundwanderweg durch den Regenwald. Neben riesigen Eukalypten gibt es hier viele Farnbäume sowie andere interessante Pflanzen. Eine willkommene Abwechslung zur Autofahrt und den ewigen Stränden.

Einzelne Farnbäume trieben gerade neue Blätter aus, die noch teilweise eingerollten Blätter sind sehr fotogen.

Der viele Regen in dieser Gegend lässt eine ganz spezielle Flora wachsen. Riesige Farnbäume und ebensolche Eukalypten sind nur ein Teil der imposanten Natur.

Ein Höhepunkt auf unserer heutigen Teilstecke war das Cape Otway mit Australiens ältestem, noch stehenden Leuchtturm. Dieser hat heute keinen Einsatz mehr, die modernen Schiffe sind heute alle mit Radar und SatNav ausgerüstet und brauchen keine Leuchttürme mehr.

Von der Spitze des Leuchtturmes aus zeigt sich die Küste in ihrer ganzen Schönheit. Die Seefahrer fanden diese Küste eher nicht so gut. Mehr als 200 Schiffswracks liegen in dieser Gegend am Meeresgrund und unzählige Passagiere starben auf der Reise hin zum neuen Leben.

Ein Symbol der vielen Schiffskatastrophen steht am Eingang zum Cape Otway-Nationalpark. Ein etwas seltsames Kunstwerk.

Auf dem Weg von der Hauptstrasse zum Cape Otway führt die Strasse durch einen ehemaligen Eukalyptus-Wald, welchen ich 2003 noch bei bester Gesundheit antraf. Damals gab es hier sehr viele Koalas, welche sich hier die Bäuche an den Eukalypten voll frassen. Sie frassen so viele Blätter, dass die Bäume schliesslich abstarben und als Folge davon sehr viele Koalas verhungerten. Von der einstigen Vielfalt zeugen nur mehr die Baumskelette, Koalas gibt es zwar immer noch, jedoch nur noch sehr wenige.

Eine Mutter mit ihrem Kleinen sass auf einem dicken Ast, der Kleine war recht neugierig. Eine neue Generation scheint heran zu wachsen. Vielleicht geht sie einmal verantwortungsvoller mit ihren Ressourcen um. Wenn ich jedoch an meine eigene Species denke, nützen ja nicht einmal unsere grösseren Gehirne diesem Vorhaben.

Einen ganz speziellen Papagei konnte ich mit meiner langen Linse fotografieren. Ein interessantes blau-graues Federkleid und feuerrote Federn auf dem Kopf!

Ein grösserer Koala schaute ganz interessiert auf Ruth, welche sich unter dem Baum bemerkbar machte. Ich konnte derweil den Koala unbemerkt portraitieren, da er abgelenkt war.

Zum Schluss natürlich einmal mehr ein Bild eines grossen Strandes mit wunderbar blauem Wasser auf rot-braunem Sand!
