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- Kategorie: Winterreise 17 / 18 - 3. Etappe: Australia 17 / 18
The Great Ocean Road - erster Teil
Von unserem Campground aus war es nicht mehr weit bis zu Torquay, dem Ausgangspunkt zur Great Ocean Road, einer grossartigen Strasse entlang des Pazifik südlich von Melbourne. Die Strasse wurde nach dem Ende des Ersten Weltkriegs von etwa 3'000 Kriegsrückkehrern gebaut. Damit sollte ihnen Arbeit verschafft und sie langsam wieder in die Zivilgesellschaft zurückgeführt werden.

Torquay selber ist so etwas wie die heimliche Surfer-Hauptstadt Australiens. Zwei weltbekannte Ausrüster-Firmen haben hier ihren Sitz, Quiksilver und Rip Curl, welche beide sowohl Bretter als auch viele damit zusammenhängende Produkte herstellen. Selbstverständlich gibt es hier auch viele wunderbare Strände. Direkt vor dem Stadtzentrum liegt ein eher zahmer Flecken Strand, der heute von vielen Familien besucht wurde.

Zur Abwechslung mal etwas Steine und Felsen neben den endlosen Sandwüsten! Die rötliche Farbe des Steines kontrastiert schön mit dem blau des Meeres und dem gelb der Felsen direkt am Wasser.

Neben dem vielen Sand und den Felsen gibt es auch interessante Vegetation. Diese hübschen Blumen kommen an einem Busch nahe am Meer vor, die Pflanze ist offenbar sehr salztolerant! Ich habe nicht getestet, ob die kleinen weissen Bällchen bei den Blüten Salzkristalle sind.

Die Bells Beach liegt einige Kilometer südlich von Torquay, hier soll es die besten Wellen der Welt geben, welche jeweils um Ostern zu einem international bekannten Wettbewerb benutzt werden. Heute waren die Wellen eher zahm, doch auch so waren Dutzende von Surfern im Wasser.

Der offizielle Beginn der Great Ocean Road wird an beiden Enden durch ein Tor markiert, hier dasjenige kurz nach Torquay.

Neben den Australiern sind hier auch viele Touristen unterwegs, was sich an diesen Strassenschildern ablesen lässt. Abseits der Touristenpfade sind solche Schilder nicht zu sehen, hier stehen sie bei jeder noch so kleinen Einfahrt. Offenbar gab es schon etliche Unfälle mit auf der falschen Strassenseite fahrenden Touristen.

Gerade als wir den Nachmittag mit einem Bier ausklingen lassen wollten, setzte sich ein Papagei auf meinen Stuhl, so dass ich das Bier etwas verschieben musste. Wozu die Natur wohl diese grellen Farben gewählt hat?

Am späteren Nachmittag bedeckte sich der Himmel und kurz bevor die Sonne unterging, färbte sie einen Spalt in der Wolkendecke spektakulär rot, wie wenn ein Feuer ausgebrochen wäre.
