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- Kategorie: Winterreise 16 / 17 - Dritte Etappe: Thailand 17
Zeitweise im grossen Regen nach Pranburi
Gestern Abend hatte ich keine Lust mehr, den Tempel auf dem Hügel anzusehen. Als ich heute morgen erwachte, war der Himmel eher bewölkt. Trotzdem machte ich mich auf den Weg.

Die Pagode - so nennen die Thais diese Anlage - ist recht neu und noch nicht ganz fertiggestellt. Vom Parkplatz führt eine Treppe hoch zum Zentrum der Anlage. Links und rechts der Treppe blühen zur Zeit weisse Frangipani und verbreiten ihren angenehmen Duft. Trotz dem bewölkten Himmel war der Aufstieg heute recht schweisstreibend.

Die grosse Pagode wirkt recht seltsam. Die schlichten grauen Wände im Erdgeschoss, im Obergeschoss dann das gewöhnungsbedürftige Grün und darüber das viele Gold und die roten Dächer sind zusammen mit der recht strengen Architektur ein ungewohnter Anblick. Irgendwo las ich, das sei der Baustil der neuen Zeit?

Im Innern der grossen Pagode gibt es einige kleine Figuren, welche von den Gläubigen mit Gold-Plättchen überzogen werden, wie dies in vielen Tempeln in Südost-Asien üblich ist. Die meisten der Blumen sind leider aus Plastik, lediglich einige der weissen Lotusblüten sind frisch.

Als ich mich dann auf den Weg in Richtung Norden machte und den ersten Teil der Strecke auf der Hauptstrasse zurücklegte, begann der grosse Regen. Ich legte an einer Tankstelle einen Pipi-Stopp ein und genau dann hatte auch der Himmel ein dringendes Bedürfnis. Bei den Tankstellen gibt es meist einen guten Espresso in einer Kaffeehaus-Kette, die hier Amazon heisst und in ihrem Angebot an Starbucks erinnert. Ich genoss einen Kaffee und las etwas Zeitung, bis das Gröbste vorbei war.

Kaum war ich wieder unterwegs, überlegte es sich der Himmel nochmals und öffnete die Schleusen erneut. Ich musste wie die meisten anderen Autofahrer für gut fünf Minuten am Strassenrand halten, da die Sicht teilweise auf wenige Meter beschränkt war und das Wasser auf der Fahrbahn liegen blieb.

Von der Hauptstrasse bog ich in Richtung Meer ab und suchte mir in der Gegend ein Hotel. Der Himmel klarte langsam auf und ermöglichte so noch die eine oder andere Aufnahme der für meine Augen ungewohnten Landschaft.

Kurz vor Sonnenuntergang fielen dann noch einige Strahlen auf den Sand am langen Strand, hoffentlich zeigt sich die Sonne morgen für den ganzen Tag!
