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- Kategorie: Winterreise 16 / 17 - Dritte Etappe: Thailand 17
Reisetag und hätte ich doch ...
Um 05:20 läutete heute früh mein Wecker, rechtzeitig für eine Dusche und ein kurzes Frühstück, bevor mich um 06:30 mein Taxi abholte. Ein Minibus brachte mich und drei weitere Passagiere zum Fährterminal für die Überfahrt zum Festland und anschliessend zum Flughafen von Trat.

Die Fähre wartete schon am Ufer, wir konnten gerade einfahren und dann auf das Oberdeck gehen. Das Meer war einmal mehr sehr ruhig, also kein Problem mit Seekrankheit.
30 km vom Fährhafen entfernt liegt der Flughafen von Trat, von wo aus die Bangkok Airways als einzige Gesellschaft drei mal täglich einen Flug nach Bangkok anbietet. Die kleine Propellermaschine war heute zu knapp der Hälfte besetzt und der Flug verlief absolut ereignislos.
Von Bangkok aus ging es nach knapp eineinhalb Stunden weiter nach Phuket, der grossen Insel im äussersten Südwesten von Thailand. Diese Maschine war bis fast auf den letzten Platz besetzt. Viele Reisende, welche am Morgen aus Europa ankamen, waren heute auf der Maschine.
Für die ersten beiden Tage auf Phuket buchte ich mir ein Hotel in Patong Beach. Ich erwartete von einem früheren Besuch her eine eher einfache Gegend. Was ich dann aber antraf, übertraf meine schlimmsten Befürchtungen um ein Vielfaches: Playa del Ingles auf Gran Canara hoch zehn! Der Strand war zwar einigermassen sauber, doch die Strassen dahinter waren schlichtweg grauenhaft.
Kommerz pur! Hunderte von billigsten Läden, Bars und Restaurants wechselten sich mit Billig-Hotels ab. Die Touristen ebenfalls eher von der billigen Sorte, viel schon am früheren Nachmittag mit einer Bierflasche in der Hand unterwegs. Ich kann kaum einen Meter gehen, ohne eine Massage angeboten zu erhalten.
Ein Beispiel eines solchen Restaurants war hier: All you can eat mit Free Wine! Direkt gegenüber ein Massagesalon sowie eine Apotheke, wo sicher hilfreiche Kopfschmerztabletten verkauft wurden.
Immerhin gab es ab und zu solche Warnschilder vor einem Tsunami, Phuket wurde am 26.12.2004 vom verheerenden Tsunami verwüstet, einige Tausend Menschen starben damals. Heute sind die möglichen Fluchtwege gut markiert. Trotz allem möchte ich eine solche Katastrophe nicht selber erleben.
Morgen miete ich einen Roller und werde die Gegend erkunden, ich suche mir ein schönes Hotel für einige Tage in einer ruhigeren Gegend. Von früheren Aufenthalten her kenne ich die Gegend etwas südlicher von hier. An sich hätte ich schon für mein heutiges Hotel meinem Instinkt folgen sollen und weiter im Süden buchen, doch immerhin weiss ich jetzt, wo ich mit Ruth auf keinen Fall absteigen kann! Hätte, sollte, müsste!
