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- Kategorie: Winterreise 16 / 17 - Dritte Etappe: Thailand 17
Ohne Roller in Koh Chang
Heute morgen wechselte ich mein Hotel, da ich nicht noch eine weitere Nacht im bisherigen bleiben wollte. Nur fünf Minuten entfernt lag meine neue Unterkunft, gerade ausserhalb des Zentrums einer kleinen Ortschaft. Ich hatte heute auch keinen Roller zur Verfügung und erkundete die nähere Umgebung und das Dorf zu Fuss. Den späteren Nachmittag wollte ich schliesslich im Hotel verbringen und die Weiterreise planen.
Zur Mittagszeit war die Ortschaft wie ausgestorben, in den Strassen herrschte nur ganz wenig Verkehr. Viele Geschäfte sind geschlossen, entweder weil sie erst gegen Abend öffnen, oder weil sie ohnehin geschlossen bleiben.
Ein Ladenbesitzer nutzte die tote Zeit, um sein Hundeli zu waschen. Dazu steckte er ihn in einen Korb, so dass er nicht wegrennen konnte. Dann spritze er ihn mit einem Gartenschlauch ab, wobei der kleine Kläffer einen ordentlichen Lärm veranstaltete. Spass schien es ihm nicht zu machen. Das Gekläffe wurde noch lauter, als Shampoo zum Einsatz kam.
Eine improvisierte Tankstelle, wie es sie auf dem Land in jeder Ortschaft gibt. Die Roller können hier günstig aufgetankt werden, CHF 1.20 / l Benzin sind ein guter Preis. Die Händler verdienen so sogar noch ein Zubrot und alte Schnappsflaschen können erst noch problemlos weiter verwendet werden.
Ein Rollervermieter und Reparateur hatte heute nicht viel zu tun, er nutzte die Mittagszeit, um sein Schläfchen zu machen.
In diesem Geschäft kann der Reisende nahezu alle Geschäfte erledigen: Vom Geldwechsel über das Brennen von DVD und Passkopien ist alles im Angebot. Nur die Schuhe muss er beim Eintreten ausziehen! Internet und Skype sind ebenfalls möglich. Ein Businessmodell, welches sich angesichts der Handys bald überholt haben dürfte. Sind die neuen Geschäftsideen schon geboren?
Lonely Beach, der einsame Strand, war vermutlich früher mal einsam. Heute ist es ein Hotspot der jugendlichen Billig-Touristen, welchen der Sinn meist nach Parties und Ausgang steht. Am Abend wird hier vermutlich einiges los sein.
Viele der Jungs und Mädels lassen sich in den Ferien offenbar ihre Tattoos stechen. Es gibt in einer Strasse jedenfalls mehrere dieser Etablissements. Ich hätte schon in Europa Mühe mit diesem Körperschmuck, hier würde ich mir ganz sicher nie so auf der Haut herumpfuschen lassen. Der Hygiene würde ich nicht trauen!
Morgen heisst es früh aufstehen, bereits um 06:30 werde ich abgeholt und zur Fähre aufs Festland und anschliessend zum Flughafen von Trat gefahren. Um 10 Uhr fliege ich über Bangkok nach Phuket im Süden Thailands.
