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- Kategorie: Winterreise 15 / 16 - Sechste Etappe - Mexico
Wieder einmal in Uxmal

Die Pyramide des Zauberers ist die höchste Struktur der ehemaligen Maya-Stadt Uxmal. Viel weiss man über diese imposante Siedlung nicht, da sie nach ihrer Blüte im 9. und 10. Jahrhundert um 1200 verlassen wurde. Über die Gründe dafür ist nichts bekannt, es gibt bis heute lediglich Spekulationen. Der Besuch der Anlage lohnt sich sehr, da sie kaum von Tagestouristen aus Cancun besucht wird. Andere Maya-Städte wie Chichén Itzá werden regelmässig von in grossen Bussen heran gekarrten Horden überrannt. Für wirklich an der Geschichte der Anlage interessierte Leser gibt es hier (Klick mich!) einen ausführlichen Wikipedia-Artikel.
Uxmal liegt gute 80 km südlich von Merida und ist mit dem Auto auf guten Strassen in knapp anderthalb Stunden erreichbar. Unser Chauffeur Otto und mein immer noch Sans-Bagage Reisebegleiter Bruno stellten sich für ein Foto vor der Pyramide zur Verfügung. Otto trägt eine in Mexico üblichen Guyabera, das typische Hemd. Zusammen mit Bruno ging ich am späteren Nachmittag noch in ein grosses Einkaufs-Zentrum, damit er seinen Status ändern konnte. Von seinem Gepäck fehlte bis heute Abend jede Spur. Versehen mit einem neuen Koffer sowie den sonst noch notwenigen Reiseutensilien steht der Weiterreise nun nichts mehr im Weg.
In den meisten Maya-Ruinen leben viele grosse Iguana, die meist an höheren Stellen auf den Mauern die Sonne suchen. Dieses Exemplar bildet eine Ausnahme, da er sich nur gerade einen kleinen Stein aussuchte. Sie lassen sich meist gut fotografieren, nur wenn man zu nahe kommt, verschwinden sie in ihren Höhlen.
Ein grosser Platz, welcher auf allen Seiten von grossen Gebäuden umrahmt wird, wurde vermutlich für allerhand Zeremonien gebraucht. Die Gebäude sind mit schönen Reliefs verziert. Oft findet man im Internet die Bezeichnung als Nonnen-Viereck. Eine Projektion eines religiös verblendeten Archäologen?
Die Mayas waren gute Baumeister wie sich aus diesem Durchgang ablesen lässt.Die Steine wurde so aufgeschichtet, dass sie einen tragenden Bogen bildeten. Der Durchlass gibt den Blick auf die Hinterseite der Pyramide es Zauberers frei.
Beim sogenannten Palast des Gouverneurs ist noch heute zu sehen, wer den Christbaum erfunden hat. Sehr schön sind hier auch die Verzierungen der Wände zu sehen. Auch in dieser Anlage gibt es viele Stufen zu überwinden, doch dank Ottos Hilfe als Gehstock war mir dies gut möglich. Bei einem früheren Besuch mit ihm in einer anderen Anlage (Klick mich!) hatte ich damit grössere Probleme.
Vom Gouverneurspalast aus sind die grosse Pyramide sowie die meisten anderen Strukturen sehr gut zu sehen. Yucatan ist über weite Strecken flach, was sich von hier aus auch eindrücklich zeigt. In der Gegend von Uxmal gibt es einige kleine Hügel, von hier aus in Richtung Cancun erlauben meist nur die Brücken der Strasse einen kurzen Blick über die dichte Vegetation hinaus.
Das Schildkrötenhaus steht auf der Plattform des Gouverneurspalastes. Durch das Gebäude hindurch sieht man eine Struktur des Nonnen-Vierecks. Die kleinen runden Steinfigürchen am oberen Fries sollten Schildkröten darstellen. Die darunter stehenden runden Säulen hätten mich zum Namen Säulenpalast inspiriert. Aber ich bin ja kein Archäologe.
