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- Kategorie: Winterreise 15 / 16 - Fünfte Etappe - Colombia
Besuch bei den Flamingos und andere Vögel
In der Gegend wo ich gestern übernachtete, sollte es Flamingos geben, zumindest entnahm ich dies meinem Reiseführer. 60 km sollte die Fahrt bis zum Park sein. Auf der Strasse sah ich kein einziges Signal, welches auf den Nationalpark hinwies. Also fuhr ich in die nächste grössere Stadt und fragte mich dort durch. In einem an sich geschlossenen Tourismus-Büro bekam ich schliesslich meine Auskunft. In der Ortschaft Camarones soll der Eingang in den Park sein. Also wieder zurück bis zur Ortschaft, welche lediglich aus einem einfachen Ortsschild bestand. Ein ungeteerter Weg führte zur Lagune, wo ich auch einen Führer fand, welcher ein Boot hatte. Infrastruktur gab es keine, kaum ein Schild wies auf die Existenz des Parks hin. Schade, denn der Besuch lohnte sich durchaus.
Mein Führer führte mich zu seinem Boot, einem Einbaum, welcher er mit einem einfachen Segel ausgerüstet hatte. Die 2.5 km bis zum anderen Ende der Lagune, wo die Vögel sein sollten, konnten wir mit dem Segel zurücklegen. Vor dem Wind liess es sich damit problemlos und recht schnell navigieren. Zurück war es dann nicht mehr so einfach: Kreuzen konnte er mit seinem Boot nicht, also musste er die ganze Strecke zurück stacheln. Die Lagune ist kaum je tiefer als 70 cm, meist jedoch noch viel seichter.
Schon aus der Ferne sah ich einen grösseren Schwarm von Flamingos fliegen. Die Menge der fliegenden Vögel liessen mich viel erwarten.
Tatsächlich stand dann eine grössere Gruppe von 5-600 Vögeln in der Bucht. Sie hielten die Fluchtdistanz jeweils peinlich ein: Sobald wir etwas näher kamen, gingen sie weiter weg. Dabei schnatterten sie in einem fort, etwas, das ich leider nicht aufnehmen konnte. Da der Park so gut versteckt ist, gibt es hier nur wenige Boote, die zudem nicht motorisiert sein dürfen. Die Vögel sind so nicht an viel Verkehr gewohnt und deshalb sehr scheu. Auch lässt sich die Grösse der Schwärme fotografisch kaum festhalten: Die vielen Vögel wirken auf dem Wasser lediglich als feiner Strich über dem Wasser.
Etwas später flog ein Teil der Vögel auf und erlaubte mir ein Bild eines fliegenden Schwarmes aus der Nähe. Wenn die Vögel im Wasser stehen, sind sie fast ausschliesslich rosa. Sobald sie aber auffliegen, zeigen sich die schwarzen Stellen an der Flügeln.
Auf der Rückfahrt wurden wir von Fregattvögeln begleitet. Einen davon konnte ich im Flug fotografieren. Imposante und elegante Flieger!

Da ich heute hautpsächlich wegen der Vögel unterwegs war, galt meine Aufmerksamkeit neben der Strasse auch den übrigen Vögeln und Tieren. Auf dem Rückweg sah ich eine Caracara, welche die längste Zeit stillhielt, so dass ich sie problemlos fotografieren konnte.

Ein Verkehrsschild, auf welches ich mir keinen Reim machen kann, sah ich auf meinen Fahrten hier in Colombia schon öfter. Was heisst dies? Achtung, Gefahr? Wieso dann die schläfrigen Augen? Oder etwas ganz anderes? Eine Erklärung dafür fand ich noch nicht.
