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- Kategorie: Winterreise 15 / 16 - Zweite Etappe - Namibia
Etosha Nationalpark - Tag 5 - Halali Camp: Es ist nicht viel los!

Dank oder wegen der Regenzeit - von der ich heute allerdings nichts merkte - sind die Tiere auf einer grossen Fläche verteilt. Trotz allem sah ich heute einige interessante Gruppierungen, als ich von Okaukuejo nach Halali fuhr. Es begann mit einer grösseren Gruppe von Giraffen, welche sich an den frischen Blättern der Bäume gütlich taten. Diese majestätischen Gestalten faszinieren mich ungemein, insbesondere wenn sie sich fortbewegen, sehen sie sehr schön aus.
Eine Löwin frass an einem Zebra, welches sie vor einigen Minuten erlegte. Leider vor meiner Zeit, ich kam eine halbe Stunde zu spät. Wie immer, wenn eine Katze zu sehen ist, waren viele Auto zugegen. Viele meint in diesem Fall drei Wagen, da zur Zeit wenige Touristen im Park sind. In der Hochsaison hätten sich hier wohl 20 Autos um die besten Plätze gestritten.
Das viele Wasser gefällt auch den Oryx, welche sich hier volltrinken. Die Wasserstelle ist recht übersichtlich, Raubkatzen haben es hier nicht einfach, sich anzuschleichen.
Vier Zebras löschen ihren Durst an einer Pfütze neben dem frischen Grün, welches sie vorher abgrasten. Das schöne an der Regenzeit ist für die Tiere, dass sie keine grossen Distanzen zwischen Futterstellen und Trinkgelegenheiten zurücklegen müssen. Dafür ist an den Wasserlöchern weniger Betrieb.
Heute bin ich in Halali, dem staatlichen Camp in der Mitte des Parks, etwa 15 km südlich der Etosha Pfanne. Von hier aus gibt es eine Piste, die bis etwa 500 m in die Pfanne hinaus führt. Diese ist jederzeit gut befahrbar, ausserhalb der Abschrankung ist die Oberfläche der Pfanne jedoch betrügerisch. Sie sieht auf den erste Blick fest aus, wenn man hingegen hinein tritt, sinkt der Fuss schnell ein. Heute waren keine Tiere auf der Pfanne, bei meinem letzten Besuch traf ich einige Zebras sowie Springböcke in der Ebene.
Am Wendepunkt der Piste in die Pfanne war ich heute alleine. Von hier aus geht es 100 km in Richtung Norden. Eine flache, konturlose Ebene von Sand und Salz. Unwirtlich.
Eine Gelegenheit für mich, auch wieder einmal ein Panorama zu machen und hier zu zeigen.
Eigentlich wollte ich in der Pfanne baden, doch beim näheren Hinschauen verging mir die Lust sehr schnell!
