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- Kategorie: Sri Lanka 26
Tagesfahrt nach Polonnaruwa
Von unserem Hotel aus organisierten wir eine Tagesfahrt ins 70 km entfernte Polonnaruwa, der zweiten Hauptstadt eines Königreichs Sri Lankas. Dort gab es einige Überbleibsel der damaligen Stadt, die wir uns ansehen wollten. Einer der Könige liess in seiner Zeit viele künstliche Seen anlegen, sodass auch zur Trockenzeit Reis angebaut werden konnte.

Vom Royal Palace of King Maha Parakramabahu, dem ehemaligen Königspalast, der zwischen 1070 und 1330 erbaut und genutzt wurde, stehen nur noch ein paar Mauern. Einst soll dieser Palast bis zu 1000 Zimmer enthalten haben. Kaum mehr vorstellbar!

Die ehemaligen Gemächer des Königs und seiner Frau sind heute nur noch offene Mauern. Die Räume der Wachen und Bediensteten hatten keine Fenster.

Von den königlichen Bädern ist ebenfalls nicht mehr viel zu sehen. Links das Bad des Königs, rechts durfte sich die Königin im kühlen Nass verweilen.

Ein grosser Leguan machte sich davon, als wir ihm näher kamen. Er mass von Kopf bis Schwanzende nahezu einen Meter!

Auch von der grossen Dagoba Polonnaruwa Vatadage aus dem 12. Jhdt. unserer Zeitrechnung blieben nur noch einige Teile erhalten.

Vor vielen Aufgängen zu den Dagobas und Tempeln lagen solche sogenannte Mondsteine, die aus einem einzelnen Felsstück herausgearbeitet wurden.

Die Rankoth Vehera Dagoba stammt ebenfalls aus dem 11. Jhdt. Sie hat 170 m Umfang und die Spitze steht 33 m über dem umliegenden Gelände.

Diese Buddha-Statuen sind als Gal Vihara bekannt, auch Rock Monastry in Englisch. Im 12. Jhdt. wurden diese Buddhastatuen aus dem Granit herausgearbeitet. Aktuell sind sie unter einem Blechdach vor dem Wetter geschützt. Granit ist wasserscheu, wer wusste das! Die meisten der Statuen sind von Staub bedeckt, der Regen würde ihn laufend entfernen.

Die linke der Figuren strahlt Ruhe aus. Viele Historiker sind sich uneins, ob es sich um Bildnisse von Buddha oder jenes eines wichtigen Mönchs handelt.

Auch diese Figur wurde aus dem Granit befreit.

Die Bildhauer für diese stehende Figur nutzten jeden Zentimeter Fels aus.

Schliesslich gab es ganz rechts noch eine liegende Figur. Ein Führer hat mir erklärt dass, wenn die Zehen nicht parallel liegen, die Figur schläft, sind die grossen Zehen aber nebeneinander, zeige dies eine tote Figur.

Bei der Rückfahrt zu unserem Hotel bemerkte ich neben der Strasse diesen interessanten Strauch. Die Bita orellana ist auch als LIpstick-Tree bekannt. Ursprünglich in Mittel- und Südamerika zu Hause, wird der Strauch heute in den Tropen oft als Zierpflanze angepflanzt.

Die Samen werden als Farbstoff für Lebensmittel verwendet, einige Einwohner der Amerikas verwenden sie auch zur Körperbemalung und als Lippenstift.
Morgen endet unser Aufenthalt in der Gegend von Sigiriya, ich habe einen Transfer nach Kandy im Hochland organisiert. Nun soll es ein paar Tage kühler werden. Mal sehen.