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Rückfahrt von Khao Lak nach Hua Hin, Zwischenstopp in der Hölle und im Himmel

120 km nördlich von Khao Lak führt die Strasse entlang eines kleinen Flusses. An einer Stelle steht ein Denkmal, welches den Isthmus von Kra markiert. Hier liegt die schmalste Stelle der malaysischen Halbinsel. 44 km trennen hier die Andaman-Sea im Westen vom Golf von Thailand bei Chumphon im Osten. Schon mehrfach gab es Pläne, hier einen Kanal zu bauen, der die Schifffahrtsstrecke von Indien nach China massiv verkürzen sollte. Der südliche Umweg über die Strasse von Malakka und Singpore fiele damit weg. Bisher sind jedoch alle Bemühungen buchstäblich im Sand verlaufen.

Hinter dem Denkmal liegt der Kraburi-River, der an dieser Stelle die Grenze zwischen Thailand (meine Flussseite) und Myanmar (gegenüber liegendes Ufer) bildet. Einige km weiter südlich mündet er in die Andaman-Sea und wäre gut schiffbar und somit für die Zu- und Wegfahrt vom Kanal geeignet. In der Nähe von Chumphon suchten wir ein Hotel, um die lange Strecke nach Hua Hin unterbrechen zu können.

Am nächsten Morgen besuchten wir einen Tempel, den Wat Kaew Prasert, den ich schon einmal auf einer Reise mit Thomas besucht habe und immer mal wieder sehen wollte. Meine bisherigen Suchen waren aber erfolglos, Thomas konnte mir mit den Koordinaten aushelfen. Direkt bei der Strasse beginnt der Tempel sehr beschaulich mit einer riesigen Buddha-Figur sowie einer weiblichen Göttin, der Guan Yin.

Diese stilisierten Affen sind eine Erweiterung der sonst üblichen drei Affen, die nichts hören, nichts sehen und auch nicht sprechen können. Was wohl die linken drei Figuren symbolisieren?

Der eigentliche Grund für den Besuch war aber eine Ausstellung, die als Himmel und Hölle bezeichnet war. Bereits am Eingang wird der Besucher auf das zu Erwartende eingestimmt. Warnung: Weiterlesen nur, wenn die Nerven stark sind, es gibt einige möglicherweise verstörende Bilder. Wir besuchten zuerst die Hölle. Und eine weitere Warnung, diese aber nur für Besuche vor Ort: Mückenspray!

Es heisst doch immer, der Buddhismus sei eine sanftmütige Religion. Hier wird man eines Besseren belehrt! Auge raus und Zunge raus.

Dieser arme Kerl lebt auf noch grösseren Füssen als ich. Wofür er bestraft wird, war nicht ersichtlich. Schade, sonst hätte ich vielleicht einen wichtigen Hinweis für meinen zukünftigen Lebenswandel erhalten.

Ratten tun sich an den Genitalien dieses Sünders gütlich. Ob das schmerzt und wofür genau ist diese Bestrafung?

Dieser Dame wurde von einem Hasenmenschen eine dornige Kugel in den Mund geschoben. Wohl als Strafe für ein Lästermaul?
Nun folgen einige Bilder ohne Kommentar von mir.





Hier werden einige der Sünder vor der weiteren Behandlung erst mal weich gekocht.

Diese Skulptur erinnert mich irgendwie an einen aktuellen Politiker, warum wohl?

Das Schild, welches der Schlitzer trägt, liess ich von Google-Lens übersetzen. Viel schlauer wurde ich jedoch nicht.

Wie wohl Fliegen mit diesem Bild zusammenhängt?

Auch die Translate App von Apple half nicht viel weiter.

Die erledigten Sünder hängen hier ab, auch dieses Schild half nicht wirklich weiter.

Wozu braucht es hier ein Netz und welche Art von Netz? Das Handy-Netz ist wohl kaum gemeint. 5G ist überall in Thailand flächendeckend vorhanden, auch in der Hölle hatte ich sehr guten Empfang. Ganz im Gegensatz zu Lieli, wo dieser oft lausig ist.

So, dass war jetzt die Hölle, nun geht es einige Meter weiter nach rechts in den Himmel. Mal sehen, was da so abgeht.

Die Mönche und Frauen, die Buddha anbeten, machen einen eher gelösten Eindruck. Die beiden Damen rechts haben sogar Zeit und Musse, sich in einem Spiegel zu betrachten. In einer zeitgemässen Darstellung würden sie vermutlich mit dem Handy ein Selfi machen, zusammen mit dem dabei obligaten Victory-Zeichen, wie es in Asien häfig zu sehen ist.

Den versöhnlichen Abschluss des Besuchs macht dieses entspannte Paar auf einer roten Vespa mit Sonnenschirm.
Gegen Abend erreichten wir schliesslich Hua Hin, wo wir im Centara Grand Beach Resort noch für 7 Nächte bleiben werden. Anschliessend noch eine Nacht in Bangkok und am Folgetag dann den früh-morgendlichen Flug nach Singapur.