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- Kategorie: Cruise Barcelona - Buenos Aires 24
Die vorletzte Station auf der Cruise: Montevideo, Uruguay
Wir verbrachten einen ganzen Tag in Montevideo, bevor wir am späteren Abend für die kurze Strecke nach Buenos Aires ablegten. Einmal mehr machten Paul und ich einen längeren Stadtspaziergang, um einige der Sehenswürdigkeiten der sehr sauberen Stadt zu erkunden.

Dieses schöne Gebäude gehört der Zolladministration von Uruguay. Montevideo ist der wichtigste Hafen des Landes, über den die meisten Ex- und Importe laufen. Da braucht es vermutlich auch eine grössere Administration. Schon nur das viele Rindsfilet, welches Uruguay in die Schweiz liefert, wird einige Beamten beschäftigen.

Die Plaza Matriz liegt im Zentrum der Altstadt, sie ist mit vielen schon älteren Platanen bestanden. Viele Sitzgelegenheiten locken im angenehmen Schatten der mächtigen Bäume. Gratis Internet gibt es ebenfalls.

An einer Seite des Platzes steht die Catedral de Montevideo, eine von aussen nicht sehr spektakuläre Kirche.

Auch das Innere ist eher nüchtern, lediglich im Altarraum gibt es einiges Gold. Die üppigen Kronleuchter verströhmen etwas von Luxus.

An einigen Stellen in der Altstadt gibt es auch noch richtige Kioske, bei denen nebst Rauchwaren auch Zeitungen und Zeitschriften im Angebot sind. Die Papierkörbe davor werden eifrig benützt, es liegt sehr wenig Abfall in den Strassen und Parks.

In diesem Modegeschäft kaufen wohl vor allem junge, hübsche Frauen ein. Der Name „Guapa“ bedeutet „die Hübsche“.

In der Strasse machte ein Spassvogel seiner Angebeteten (hat die wohl im Geschäft in der Nähe eingekauft?) einen Vorschlag mit einem Augenzwinkern: Möchtest du mit mir einen Baum pflanzen? Einen Baum? Einen Stammbaum … Ob er damit wohl Erfolg hatte?

Die Plaza de la Independencia wiederum ist sehr grosszügig angelegt. Das Standbild des General Artigas, dem Nationalhelden, der Uruguay von der spanischen Kolonialmacht befreite, steht über seinem Mausoleum in der Mitte des Platzes.

Eine andere Ansicht des Platzes mit dem Standbildvor einem unsäglich hässlichen Haus mit unzähligen Klimaanlagen vor jedem Fenster. Das könnte man sicher auch eleganter lösen.

Auf der gegenüber liegenden Seite des Platzes steht der Palacio Salvo. 1928 eingeweiht war das Gebäude mit seinen 105 m Höhe bis 1935 das höchste Gebäude Südamerikas.

Schliesslich liessen wir uns an den Strand Los Pocitos chauffieren, einem der beliebtesten und schönsten Strände in der Stadt. Das Wasser ist hier braun, da es Süsswasser ist, welches der Rio Plata bei Buenos Aires in die Bucht entleert. Bei starker Flut wird es auch mal salzig, wenn sich das Atlantik-Wasser mit dem Rio Plata mischt.

Dieses Bild musste selbstverständlich sein. Man ist ja schlussendlich auch Tourist. Im Hintergrund wiederum Los Pocitos.

Hier hätte ich auch noch im Freien an meiner Fitness arbeiten können. Heute waren die Geräte nicht im Gebrauch.

Anschliessend an den Strandbesuch fuhren wir wieder ins Zentrum und schlenderten langsam zurück zum Schiff. Einige der Strassen in der Altstadt sind den Fussgängern vorbehalten. Ambulante Händler bieten hier am Boden ihre Waren feil. Diese Auslage bietet gebrauchte Bücher, meistens Literatur, welche die Studenten an ihren Universitäten benötigen.

Je näher wir zum Hafen kamen, desto dichter wurden die Restaurants und Bars. Auch die üblichen Souvenirgeschäfte durften nicht fehlen. Wir konnten den Versuchungen problemlos widerstehen.

Kurz nach 18 Uhr legten wir zum letzten Mal ab und machten uns auf den Weg zum nahegelegenen Buenos Aires, wo wir am nächsten Morgen um 9 Uhr ausschiffen werden.

Zum Abschluss hier noch ein Bild der Tischgesellschaft, welche die vergangenen 21 Abende zusammen ass. Im Vordergrund ein deutsches Ehepaar aus dem Odenwald und im Hintergrund ein Ehepaar aus Jena. Es gab viele interessante Gespräche und ab und zu auch Gelächter während der Nachtessen. Von unseren Jena-Mitpassagieren lernte ich einen neuen Ausdruck: 'Bückware' war damals alles, was in der DDR inoffiziell, eben unter dem Tisch geholt, verkauft wurde. Hat selbstverständlich zum Schminzeln angeregt.
Ganz hinten unsere nette und sehr flinke Kellnerin und der ebenso aufmerksame Kellner, beide aus Sao Paulo in Brasilien.