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- Kategorie: Teil II: Südafrika von Durban nach Johannesburg mit Ruth
Doppelter Schlusspunkt im Kruger - Zwei Tage Punda Maria und Rückfahrt
Eines meiner Lieblingscamps im Kruger ist Punda Maria, ein eher einfaches Camp im hohen Norden - in den Tropen - des Parks. Auf allen meinen bisherigen Besuchen im Park war dies das erste Camp, welches ich besuchte. Von Johannesburg ist es an sich in einem Tag zu erreichen, ich fahre die 550 km aber lieber in zwei Etappen. Je nach Verkehr auf der Autobahn von Johannesburg über Polokwane bis nach Louis Trichard und die anschliessende Landstrasse dauert die Fahrt mindestens 7 Stunden. Diesmal ist hier das Ende der Safari
Das Camp liegt in einer Gegend mit sehr vielen Baobab und einigen interessanten Game Drive Gelegenheiten.

Kaum waren wir in Shingwedzi losgefahren, war die Strasse blockiert. Ein grosser Elefant machte sich daran, diese zu überqueren. Immer wieder setzte er an nur um gerade wieder zurück zu gehen. Da blieb nichts anderes, als zu warten, bis sich der Herr aus dem Staub gemacht hatte. Auch der Gegenverkehr blieb stehen. Wer will es schon mit bis zu 8 t aufnehmen!

Wenn sonst wenig Tiere zu sehen sind, sind Impalas immer ein sicherer Wert. Zumal wenn sie wie gerade jetzt viele Jungtiere in der Herde haben.

Zwei neugierige Giraffen unterbrachen ihr Frühstück um uns zu beobachten. Nur hatten sie keine Kamera, ätsch.

Mistkäfer rollen aus Elefanten-Dung grosse Kugeln, die sie über den Boden rollen, um sie später irgendwo zu vergraben. An dieser Kugel waren gerade zwei Käfer beteiligt, beide leiteten die Kugel in unterschiedliche Richtungen. Dank der im Kot vorhandenen Pflanzen-Samen leisten die Käfer einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung der Pflanzen.

Giraffen fressen sehr gerne die feinen Blättchen aus den Akazien. Mit ihren Zungen und Lippen gelingt es ihnen, das Grün zwischen den langen und harten Stacheln der Akazien heraus zu fressen. Als Massstab für die Länge der Stacheln dient Ruth’s Finger. Der rechte Ast ist bereis beinahe leergefressen, nur noch die Stacheln sind unversehrt.

Eigentlich sollte ich es wissen. Bereits am ersten Morgen bei meiner allerersten Safari 1990 im Tsavo East Nationalpark in Kenya klaute mir ein Affe meine Bananen vom Zmorge-Tisch. Als ich in Punda Maria beim Frühstückstisch sass und zwei kleine Bananen hinlegte, sprang ein Vervet-Monkey mit vorgehängtem Baby auf den Tisch und blitzartig hatte er beide Bananen gepackt und war mit ihnen auf dem nächsten Baum. En Guete!

Nördlich von Punda Maria gab es viele Baobab, so auch diese Reihe unter dem weiten afrikanischen Himmel. Die Savanne war voller kleiner gelber Blüten, was einen schönen Untergrund für mein Bild hergab.

Ein weiterer mächtiger Baobab unter dem afrikanischen Himmel.

Die Strasse überquerte einen kleinen Fluss, der diesmal leider keine Tiere hatte. Bei früheren Reisen sah ich hier viele Elefanten, Hippos und auch Krokodile.

Bee-Eater sind hübsche kleine Vögel, von denen mehrere Arten existieren.

Der nördlichste Punkt im Kruger NP ist der sogenannte Crook’s Corner beim Dreiländer-Eck. Wir stehen hier auf Südafrikanischem Grund und Boden. Auf der gegenüberliegenden Seite des Limpopo liegt Zimbabwe und im Osten liegt Mozambique. Der Limpopo hatte bei unserem Besuch sehr viel Wasser. Der Ort heisst so, weil sich früher hier offenbar viele Schmuggler, Wilderer und andere zwielichtigen Gestalten versteckten, da sie je nach Bedarf und Polizeipräsenz das Land wechseln und so der Verhaftung entkommen konnten.

Zurück auf der Hauptstrasse lag hier die gut befestigte Grenze zu Mozambique nur einige wenige Meter im Osten.

Wir fuhren zurück in Richtung Punda Maria Camp und begegneten nochmals einem mächtigen Baobab.

Als wir uns am folgenden Morgen, dem 21.12. von Punda Maria verabschiedeten um den Park in Richtung Polokwane zu verlassen, konnte ich noch den doppelten Schlusspunkt hinter eine einmal mehr interessante Safari setzen. Zwei mächtige Elefanten-Bullen frassen friedlich abseits der Strasse. Vielen Dank für das Spalier stehen.

Auf der Fahrt nach Polokwane passierten wir den Wendekreis des Steinbocks diesmal in die andere Richtung, hinaus aus den Tropen. Ein weiteres Denkmal weist auf den wichtigen Breitengrad hin.

Da es am heutigen Tag, dem 21.12.2023 kurz vor 12:00 war, wollten wir noch ein Bild mit möglichst wenig Schatten machen. Die Sonne stand heute um die Mittagszeit senkrecht über dem Wendekreis und markierte damit die Sommersonnenwende auf der Südhalbkugel. Hier beginnt nun der Sommer. Auf der Nordhalbkugel ist es gerade andersherum, dort beginnt der Winter.
Nun bleibt uns noch die Rückfahrt nach Polokwane sowie am folgenden Tag die Fahrt nach Johannesburg.