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- Kategorie: Teil II: Südafrika von Durban nach Johannesburg mit Ruth
2 Tage im iSimangaliso Wetland Park, früher St Lucia Weilands Park
Wir fuhren am Morgen in Durban los uns checkten kurz nach Mittag in der kleinen Ortschaft St Lucia in unserem Guesthouse ein. St Lucia ist der Ausgangspunkt für den Simangaliso Wetland Park, der früher als St Lucia Weilands Park bekannt war. Am Nachmittag machen wir einen Ausflug per Boot auf dem St Lucia See um Hippos und Krokodile zu suchen.

Direkt bei der Anlagestelle des Ausflugboots gab es in einem Schilfgürtel intensiven Flugverkehr. Viele Golden Weaver waren mit dem Nestbau beschäftigt. Die Männchen bauen die Nester und die Weibchen schauen nach der Fertigstellung vorbei und je nach dem, ob das Nest gefällt, lässt sich das Weibchen auf eine Partnerschaft ein oder eben auch nicht.

Die Bauten sind sehr kunstvoll aus Grashalmen geflochten. Oft werden mehrere Schilfstengel zusammen genommen, um das Nest stabil zu halten.

Der Kanal, der von der Ortschaft bis zum See führt, ist meist nur etwas mehr als einen Meter tief. Viele Hippos leben hier im warmen Wasser. Das warme Licht der untergehenden Sonne färbt die Hippos schön ein.

Eines der grossen Tiere machte sich gerade ans Gähnen. Ich war glücklicherweise gerade mit meiner langen Linse schussbereit.

Angesichts der furchterregenden Hauer ist es schwer zu glauben, dass diese Tiere nur Grass fressen. Die Zähne dienen lediglich der Verteidigung.

Eine grössere Gruppe der bis 2 t schweren Tiere hielt sich nahe am Ufer auf. Ab und zu tauchten sie unter, nur um kurz danach wieder aus dem Wasser zu erscheinen. Hippos verbringen ihre Tage meist im Wasser, um sich vor der Sonneneinstrhlung zu schützen und auch um ihren Feinden zu entgehen.

Ein kleines Hippo versuchte sich auch im Gähnen, die Hauer sind aber noch nicht eindrücklich. Die Barthaare auf der Schnauze und an den kleinen Ohren sind jedoch schon recht gross.

Das Wasser ist wie schon erwähnt nicht sehr tief. 1 m bis maximal 1.5 m misst hier der Wasserstand. Der See wurde vor einigen Jahren vom direkten Meerzugang abgetrennt und das einstige Brackwasser wurde dann langsam urch Süsswasser ersetzt. Die Mangroven, welche früher die Ufer bedeckten, starben in der Folge ab und die ganze Vegetation sowie auch die Fauna wurde ausgetauscht. Der direkte Meerzugang ist mittlerweile wieder offen und damit siedeln sich auch langsam die Mangroven wieder an.

Den Sonnenuntergang wollten sich auch einige Hippos nicht entgehen lassen. Ihr Tag beginnt jetzt, sie verlassen das Wasser und machen sich auf den Weg zu ihren Futterplätzen an Land. Krokodile sahen wir leider keine, die Weibchen sind mit der Eiablage beschäftigt und die Männchen waren sonst nicht zu sehen.

Den zweiten Tag nutzten wir, um zum Cape Vidal zu fahren, dem östlichsten Punkt des Parks, welcher noch mit einem Fahrzeug erreichbar ist. Beim Visitorcenter gab es einen Tümpel, wo auch Krokodile leben sollen. Dieser Hinweis spricht für sich selber, Rollstuhlfahrer passen besser auf! Krokodile sahen wir auch hier keine.
Das Cape Vidal liegt auf einer Lnadzunge, welche den See vom offenen Meer abtrennt. Die Landzunge ist eine riesige Düne, welche stellenweise bis 200 m hoch ist. Sie ist von dichtem Wald überwachsen.

Ein stolzer Kudu-Bock stand mit seinem Freund etwas abseits der Strasse und schaute ebenso interessiert auf uns, wie wir auf ihn.

Ein wunderbares Tier mit seinem grossen Geweih.

Knapp 10 cm mass diese Heuschrecke, die ich mitten auf der Strasse fotografieren konnte.

Der Wendepunkt war das Cape Vidal. Ein schöner Strand mit ganz feinem Sand und heute recht hohen Wellen. Einige Südafrikaner waren am Baden, viele andere mit Motorbooten auf dem Wasser, um zu fischen. An Wochenenden ist dies eine beliebte Ausflugsdestination für Einwohne der Gegend rund um Durban.

Ab und zu gab es auf dem Weg Aussichtspunkte, von denen aus der Lake St Lucia gut zu sehen war. In diesen Schilfbeständen lagen 3 Hippos, die wir gut hören konnten, doch fotografieren war unmöglich.

Ein Vervet Monkey beobachtete uns sehr interessiert aus sicherer Distanz von seinem Hochsitz aus.
Eine Familie von Warzenschweinen war auch unterwegs, Die grossen Elterntiere immer am Fressen, die kleinen eher am erkunden der Umgebung. Es gibt ja noch viel zu entdecken.