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- Kategorie: Costa Rica 22
Am Ende der Strasse für uns, am Anfang des gemeinsamen Weges für zwei Costa Ricaner
Gestern schon erwähnte ich, dass die Strasse wenige km von unserem Hotel entfernt in Manzanillo endet. Heute besuchten wir den Park, welcher am Ende der Strasse beginnt.

Am Morgen bemerkten wir kleine Fledermäuse, welche sich am Mückengitter gerade vor unserem Fenster festhielten. Hier werden sie wohl den Tag verbringen, bevor sie beim Eindunkeln wieder auf Jagd ausfliegen.

Entlang der Küste von unserem Hotel bis nach Manzanillo liegt ein wunderschöner Strand mit flachem Wasser. Direkt vor Manzanilla waren viele Einheimische sowie einige Touristen am Baden, etwas weiter entfernt lagen die kleinen Fischerboote vertäut vor dem Ufer.

Wo die Strasse endet, beginnt die Wildnis. Über eine Hängebrücke, die einen kleinen Fluss überspannt, gehts ins Naturreservat. Ab hier sind lediglich noch Füssgänger erlaubt, sogar Fahrräder dürfen hier nicht hinein.

Eine hübsche Heloconia wagneriana blühte am Wegrand, ich sah diese Variante hier zum ersten Mal. Es gibt in Costa Rica eine grosse Vielzahl von Heliconien.

An einem Aussichtspunkt konnte ich eine Krabbe fotografieren, die sich an einem Fels festhielt, auch wenn ab und zu die Wellen über sie hinweg zogen. Es ist eine Rote Felsenkrabbe, welche meine App SEEK problemlos identifizieren konnte.

Eine Wildbienen Kolonie baute ihr Nest an einem abgestorbenen Ast. Von meinem Standort aus konnte ich den Bau lediglich von oben fotografieren, von unten wäre dies unmöglich, da der Baum auf einem Felsbrocken wuchs. Darunter lag direkt das Meer.

Stehengebliebene Felsstücke, welche vom Meer umtost werden, sind immer wieder faszinierend. Wenn dann auf der kleinen Fläche noch Vegetation wächst, umso besser.

Als wir schon auf dem Rückweg zum Parkplatz waren, baten mich zwei junge Costa Ricaner, Steven und Valeria, ob ich ihnen einen Gefallen tun würde und sie fotografieren könne. Als ich mich bereit machte, zeigte mit Steven noch ein kleines Schachtelchen mit einem Ring und einem Stein. Er wolle sich hier und heute mit Valeriana verloben. Ich schoss einige Bilder mit der grossen Kamera und sandte ihm diese per Mail. Besser als diese wichtige Aktion mit einem Handy zu verewigen. Als wir uns verabschiedeten, wünschten wir den beiden noch alles Gute auf dem gemeinsamen Lebensweg.

Beim Parkeingang steht ein Schild mit einer unmissverständlichen Aufforderung: Der Abfall kommt nicht alleine zurück, nehmen Sie ihn mit, bis Sie zu Hause ankommen. Hoffentlich machen das alle Besucher!

Den farbigen Schlusspunkt überlasse ich heute einer Blüte des Hibiscus sinensis.
