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- Kategorie: Canarias 21
Ein eher kürzerer Ausflug bei nicht-optimalem Wetter
Yaiza war der Ort, wo die Spanier 1402 die erste Siedlung auf den Kanaren etablierten. Heute war er der erste Stopp auf unserer kurzen Rundfahrt. Am Morgen sah das Wetter zuerst noch gut aus, der Himmel war weitgehend blau. Allerdings blies ein starker Westwind, der trotz der 23 Grad für eine unangenehme Kühle sorgte. Also nichts wie los!

Die makellos weiss gestrichene Pfarrkirche am Hauptplatz stammt aus dem 17. Jhdt. Sie schliesst die gleichnamige Plaza de los Remedios ab. Im Hintergrund warteten schon die dunklen Wolken auf ihren Einsatz.

Im Innern geht es farbenfroh zu und her. Hellblau ist die vorherrschende Farbe rund um den Altar. Die dunklen Lavasteine der Säulen sollen so wohl aufgewogen werden. Das Städtchen wurde während der Vulkanausbrüche im späten 18. Jhdt. verschont, die Lavaströme flossen auf beiden Seiten ums Zentrum.

Die andere Seite des Hauptplatzes wird von einem offiziellen Gebäude eingenommen. Dort ist das Fremdenverkehrsamt untergebracht und auch andere Ämter haben dort ihren Sitz. Am heutigen Dreikönigstag, der in Spanien ein grosser Festtag ist, blieben die Ämter geschlossen.

Ein inselweit bekannte Institution in Yaiza ist der sogenannte Belén von Yaiza, die Weihnachtskrippe, welche jeweils von vielen Personen besucht wird. Im Vordergrund sind die Salzfelder in der Nähe dargestellt. Die richtigen waren beim heutigen Licht keine Aufnahme wert, ich hoffe auf Sonne!

Ein anderes, schön restauriertes Gebäude im Städtchen. Weisse Wände mit grünen Fenstern und dunklen Lavasteinen als Ecken. Diese Kombination gibt den Häusern ein eher strenges Aussehen.

Als wir ans Meer fuhren, wo wir einige Sehenswürdigkeiten ansehen wollten, frischte der Wind nochmals stark auf, das Gehen gegen den Wind wurde teilweise sehr mühsam. Mit Hunden darf man nicht an den Strand gehen und zudem meint der Hund auf dem unteren Schild, er sei doch ein Hund und der Besitzer soll ihn sich doch nicht wie ein Schwein aufführen lassen. Er soll doch bitte die Exkremente auflesen!

Beim Ortsteil El Golfo, der direkt am Meer liegt, liegt der Lago Verde, der grüne See. Das Wasser ist sehr salzig und ermöglicht so der Alge Ruppia maritima das Leben im See, Sie färbt das Wasser grün. Der See ist anscheinend unterrrdisch mit dem Meer verbunden und wir so immer wieder aufgefüllt. Seit einigen Jahren nimmt die Fläche des Sees aber stark ab und bis jetzt scheint die Ursache dieses Schwunds weitgehend im Dunkeln zu liegen.

Der schwarze Sand am Meer gibt einen Hinweis auf seine Herkunft. Auch die roten Felsen deuten auf einen vulkanischen Ursprung hin. Kein Wunder, liegt doch El Golfo nur wenige Kilometer vom Parque National Timanfaya entfernt.
Da das Wetter sich zunehmend verschlechterte, fuhren wir noch ins Zentrum des Ortes Playa Blanca und spazierten noch etwa entlang des Paseo maritimo und genossen unseren übliche Cortado.
