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Rio Lagartos - die Rechnung ging voll auf
110 km nördlich von Valladolid am Golf von Mexico bei Rio Lagartos liegt die Ria Lagartos. Ria meint in Spanisch eine Lagune, welche durch eine Sandbank vom Meer abgetrennt ist. Wir wollten hier hinfahren, da diese Ria für ihren Vogelreichtum bekannt ist. Wir machten uns kurz vor 8 Uhr auf den Weg, da wir schon früh auf dem Wasser sein wollten. Die Rechnung ging heute voll auf. Hier einige der Vögel, welche wir heute trafen.

Ein Fregattvogel sass auf einem Holzpfahl mitten in der Lagune. Unser Näherkommen schien ihn nicht zu stören. Meistens sind die Fregattvögel nur im Flug zu sehen, sie sind in grossen Schwärmen weit oben am Kreisen.

Ein typisches Flugbild eines weiblichen Fregattvogels. Die Männchen haben einen roten Kehlsack, der zur Brunftzeit zu einem intensiv roten "Ballon" aufgeblasen wird.

Der Hauptgrund für unseren heutigen Besuch war dieser Boat billed Heron oder Garza pico bote. Brigitte und ich sahen ihn schon bei unserer letzten Mexico-Reise an der Pazifik-Küste und ich traf ihn zusammen mit Otto hier in Rio Lagartos. Diese Vögel sind nicht einfach zu finden, meist leben sie inmitten von dichten Mangrovenwäldern und sind nur zu hören. Hier jedoch gibt es zwei Stellen, wo sie bei wenig Verkehr auf der Lagune gut zu beobachten sind.

In dieser Gegend liegen riesige Salinen, deren Wasser teilweise kitschig rosa gefärbt ist. Das bereits geerntete Salz im Hintergrund sieht wie Schnee aus. Rosa und Schnee passen irgendwie nicht zusammen, machen sich aber äusserst schick aus.

Ebenso kitschig rosa sind die Flamingos, von denen hier tausende zu finden sind. Ich dämpfte die Farben in diesem Bild etwas, sonst sähen die Vögel noch extremer aus.

Die Garza tigre mexicana oder Tiger-Reiher ist nur in Mexico zu finden und dies eher noch selten. Seine schöne Zeichnung hebt ihn von den übrigen Reihern ab und seine Grösse macht ihn noch aussergewöhnlicher. Voll ausgestreckt misst er nahezu einen Meter.

Eine Gruppe von Skimmern (Scherenschnäbel) pflügt durchs Wasser. Der untere Teil ihres Schnabels ist wenig länger als der obere. Der untere Teil zieht durchs Wasser, um Fische unter der Oberfläche zu fangen. Sehr effizient scheint mir diese Methode jedoch nicht zu sein, während unserer ganzen Beobachtungszeit war kein einziger erfolgreich.

Bei diesem Skimmer zeigen sich die unterschiedlichen Schnabelteile sehr schön. An dieser Stelle sahen wir Dutzende dieser schönen Vögel, die ersten in Mexico überhaupt.
