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- Kategorie: Mexico 10 / 11
Vögel, vor allem jene auf dem Wasser sind immer interessant
17 km östlich von Puerto Escondido liegt eine Lagune, welche von einem Fluss gespeist wird. Deshalb ist ihr Wasser fast immer süss, nur in der Regenzeit steigt der Fluss so hoch, dass vom Meer her Salzwasser eindringt und so den Salzgehalt anhebt. Die Lagune wird ringsum durch Mangroven (Mangla rioja, Red Mangrove) umsäumt. Dieser Mangrovengürtel ist ein wahres Vogelparadies. Eine Vielzahl von Reihern, Kormoranen und anderen geflügelten Gesellen bewohnen diese Landschaft. Das Wasser ist so fischreich, dass Kormorane sogar in ganzen Schwärmen vorkommen.

Ein Pelikan im Flug sieht seltsam aus. Sein gelb umrandetes Auge is auch so schön zu sehen.

Ein ganzer Schwarm von Whistling Duck (Pfeiffgänsen) fliegt in enger Formation. Sie veranstalten ein lautes Pfeiff-Konzert, wenn sie von unserem Motor aufgescheucht werden. Die Gänse leben nicht ganzjährig hier, wie wir sind sie bloss Wintergäste.

Die Garza tigre mexicana ist ein Reiher, welcher nur in Mexico vorkommt und hier zudem recht selten ist. Umso glücklicher fühlten wir uns heute, wieder einmal ein schönes Exemplar zu Gesicht und vor die Linse zu erhalten.

Auch Vögel müssen ab und zu ihr Geschäft verrichten, dass gerade ein Fotograf anwesend ist, stört diesen White Ibis ganz und gar nicht. In vielen Fällen stehe ich gerade unter dem Vogel, wenn die Sache geschieht. Diesmal zum Glück nicht. Eine Wasserspülung ist ebenfalls nicht notwendig, es steht genügend Frischwasser zur Verfügung.

Kurz bevor wir wieder in den Hafen einliefen, wollte noch unbedingt dieser Green Heron aufs Bild. Ohne sich durch uns gross stören zu lassen, posierte er auf dem Geländer der Bootssteges. Diese Vögel sind oft sehr scheu, hier jedoch sind sie nicht aus der Ruhe zu bringen.

Puerto Escondido (der Versteckte Hafen) ist nicht mehr so escondido, viele Touristen haben sich diesen Ort zur temporären Bleibe gemacht. Zur Zeit sind jedoch die meisten Hotels und Restaurants nicht gut gebucht, einerseits ist jetzt gerade nicht Hochsaison, andererseits haben viele Amis und Europäer einfach Angst, nach Mexico zu reisen. Die Zeitungsberichte über die Gewalt im Umfeld der Drogenmafia sind einfach zu erschreckend. Wir stellen unsererseits überhaupt keine Bedrohung fest, ganz im Gegenteil. Die vielen Polizisten an jeder Strassenecke vermitteln ein Gefühl der Sicherheit.

Der obligatorische Sonnenuntergang direkt vor dem Restaurant, wo wir die Happy Hour bei Pina Colada, Cuba Libre und Margherita verstreichen liessen.
Zum Schluss noch eine Beobachtung, welche uns in Mexico zum ersten Mal überhaupt auffiel. Der Mond steht tagsüber am Himmel und zwar in Form eines umgekehrten U's. Nachts ist derselbe Mond dann gerade um 180 Grad gedreht, beleuchtet ist jene Seite, die tagsüber im Dunkeln ist.
Dieses Phänomen hat aber sicher nichts mit dem übermässigen Konsum an hervorragendem mexikanischen Bier zu tun. Eine gute Erklärung des Phänomens fand ich hier. Einfachere Erklärungen nehme ich gerne an und werde sie hier veröffentlichen!
