- Details
- Kategorie: Mexico 10 / 11
Nochmals Glück gehabt!
Coatepec liegt 1 km südlich von Xalapa, wo wir gestern stationiert waren. Inmitten einer Kaffeeregion gelegen, ist Coatepec eine reiche Ortschaft, was sich vor allem im Städtebild zeigt.

Der Palacio Municipal, das Stadthaus, ist für eine so kleine Ortschaft herrschaftlich gross. Trotz der Wolken am heutigen Morgen erstrahlt die gelbe Fassade im frühen Licht.

Auf dem Zocalo ist schon sehr viel los, die Verkäufer von Ballonen und aufblasbaren Tieren sind vollauf beschäftigt. Mexikaner scheinen diese Art von Kinderspielzeug zu lieben, anders lässt sich die Vielzahl an Verkäufern auf allen grösseren Plätzen nicht erklären. Übrigens ist auch auf diesem Zocalo wie auf fast allen grösseren Plätzen ein Gratis-WiFi verfügbar, gesponsert von der grössten Telecom Mexikos. Neben dem Internet Service gibt es natürlich auch entsprechende Ladestationen für die Notebooks. Und dieses Land soll rückständig sein!

Als wir und dann auf den Rückweg an die Küste machten, führte unser Weg über einen Pass auf nahezu 2100 m.ü.M., bevor die Strasse dann in unzähligen Kehren in die Ebene und später dann zum Meer hinunter führte. Eine Art Nebelmeer zeigte sich auf etwa 1800 m.ü.M.

In dieser Höhe wachen auf vielen Feldern wilde Callas. Diese äusserst eleganten Blumen werden zu dicken Sträussen gebunden am Strassenrand verkauft. Obwohl uns diese Blumen sehr gefallen, mussten wir sie stehen lassen, da wir in Hotelzimmern dafür einfach keine Verwendung haben.

Tiefer unten verwandelte sich das Nebelmeer, welches von oben noch schön anzusehen war, plötzlich in eine dicke Suppe. Die entgegenkommenden Autos waren nur noch zu sehen, wenn sie ihre Lichter eingeschaltet hatten. Leider machen dies aber lange nicht alle Mexikaner, wieso auch, sie sehen die entgegenkommenden Autos ja. Vielleicht wollen sie aber auch nur "Birrli sparen". (Zitat Thomas über die Elsässer in Basel).

Noch ein Nachtrag zum gestrigen Nachtessen in Xalapa: Der Besitzer dieses einfachen Restaurants liess sich eine gute Möglichkeit einfallen, wie er seine Kellner zum Einziehen der Zechen anhalten kann. Sämtliche Speisen müssen beim Verlassen der Küche an einer gestrengen Kassiererin vorbei und von den Kellnern aus dem eigenen Sack zuerst mal bezahlt werden! Vergessen sie anschliessend das Einziehen, ist der Wirt aus dem Schneider. Eine elegante Art, das Debitorenrisiko zu umgehen!
Das gestrige Menü bestand aus Tachos del Pastor (Tacos mit Fleisch vergleichbar mit Kebab), Salat und Quesadillas.
Heute dann die fast schon übliche Guacamole, einer Ensalada de Nopal y Camarones (Crevetten mit gekochten jungen Blättern des Feigenkaktus), Tacos de Setas (Tacos mit Pilzen) und Queso de Oaxaca con Cilantro. Sehr schmackhaft und eine willkommene Abwechslung. So ganz allmählich fängt uns der Cilantro (das grüne Kraut des Korianders) zu schmecken, noch vor nicht allzu langer Zeit war mir diese Website sehr willkommen.
Und ja, noch zur Erklärung des Titels: Wir wollten eigentlich die nächsten 2 Tage am Meer etwas ausspannen und suchten uns ein schönes Hotel in einer schönen Gegend. Angeblich schön, laut Internet. Gestern Abend wollte ich reservieren, konnte aber nicht mit der Website Kontakt aufnehmen und sandte deshalb eine Mail mit einer entsprechenden Anfrage. Heute früh hatte ich noch keine Antwort erhalten und so fuhren wir mit der Absicht los, einfach beim Hotel vorbeizuschauen. Als wir uns dann aber der Gegend näherten und die vielbefahrene Strasse sahen, welche unmittelbar hinter dem Hotel vorbeiführte, liessen wir von unserem Vorhaben ab und änderten die Route, zumal das Wetter am heutigen Nachmittag auch nicht mehr sehr gut war. Mal sehen, was er morgige Tag bringt. Ein Problem stellte sich so noch zu unserem Vorteil heraus.
