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- Kategorie: Thailand 25 / 26
Jahresende 2025 in Pattaya
Wir verbrachten die letzten Tage des Jahres 2025 in Pattaya, einer Stadt in Thailand, die Ruth noch nicht kannte. Ich war schon früher hier und erinnerte mich noch an einiges in der Stadt. Wir mieteten uns kein Auto, sondern waren ausschliesslich mit Grab unterwegs. Dadurch unternahmen wir auch nicht sehr viel.
Unser Hotel lag ausserhalb der grossen Touristenzonen direkt am Strand. Etwas nördlich der Stadt gelegen, hatten wir schöne Aussichten auf das Sanctuary of Truth, eine Holzkonstruktion, welche ein reicher Thai hier errichten liess. Der höchste Turm ragt 105 über den Boden.

Der vollständig aus Holz errichtete Bau begann 1981 und ist noch nicht abgeschlossen. Der Bauherr, Lek Viriyaphan, verstarb schon 2000. Herr Viriyaphan machte sein Vermögen unter anderem mit den Vertriebsrechten von Mercedes in Thailand. Die Zeiten sind wohl vorbei, Thailand setzt neu ebenfalls auf Elektoautos und nicht auf deutsche Stadtpanzer.

Einige der Schnitzereien sind sehr filigran. Unglaublich, was sich aus Holz schnitzen lässt! Offiziell ist der Bau immer noch nicht abgeschlossen, die Besucher müssen deshalb Helme tragen.

Der Bau erzählt von Mythen verschiedener asiatischer Religionen und Regionen. Dieser Wassergott sieht für mich indisch aus. Ich beanspruche aber keine vertieften Kenntnisse der Religionen.

Die Innenräume wirken teilweise wie europäische Kathedralen: hoch aufragende Wände und darüber verzierte Decken.

Im Zentrum gibt es eine Art Altar, der vor lauter Verzierungen kaum zu sehen ist. Das Dach in der Mitte wird von vier gigantischen Baumstämmen getragen.

Nochmals ein Panel mit Schnitzereien. Wie lange die Künstler daran wohl gearbeitet haben?

Im Zentrum steht zudem eine Statue des verstorbenen Königs Bhumipol, den die Thais immer noch in hohen Ehren halten. Dies im Gegensatz zu seinem Sohn, der aktuell auf dem Thron sitzt, wenn er nicht gerade in Deutschland weilt. Sein Ebenbild wird es wohl nie hierhin schaffen.

Auch von aussen gibt es am Gebäude einiges zu entdecken. Diese Figuren erinnern mich an Angkor Thom in Kambodscha, wo sich an einigen Tempeln solche 4-gesichtige-Säulen finden. Dort allerdings aus Stein, Holz würde dort in der Feuchtigkeit schnell verrotten.

Die Abschlüsse der Dächer werden von Figuren verziert. welche fliegende Grazien darstellen.

Zur Vorbereitung auf die anstehende Silvesterfeier waren am Hauptstrand von Pattaya schon viele Essenstände aufgebaut. Hier wurden Streetfood und vor allem Bier sowie Wasser angeboten.

Einige Stände hatten eher exotisches Gekrabbel im Angebot: Heuschrecken, Maden, geröstete Käfer und noch weiteres, für mich unappetitliches Zeugs. Wer wohl solche Dinger isst? Wohl vorwiegend Touristen als Mutprobe, ich jedenfalls sah nie einen Thai solches Zeug essen.

Dicke, fette Maden mögen für einige Augen lecker aussehen, für mich ganz sicher nicht. Da müsste ich schon sehr kurz vor dem Verhungern sein. Aber jeder soll so essen, wie es ihm schmeckt.
