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- Kategorie: Fast ein Tagebuch
Besuch in Schaffhausen
Heute wollte ich in Schaffhausen meine Medis abholen, welche eine bekannte Apothekerin für mich herstellt. Ruth und ich nutzten die Gelegenheit und das ausgezeichnete Wetter für einen ausgiebigen Spaziergang in der Stadt.

Das sogenannte Schwabentor ist bekannt, da es über dem Durchgang eine Inschrift aufweist, welche ich selbstverständlich fotografieren musste. Hier allerdings kaum zu entziffern.

Beim hinzoomen wird die Inschrift lesbar: Lappi tue d’Augen uf. Die Inschrift steht erst seit 1935 auf dem Schlussstein. Der Kunstmaler Arnold Oechslin brachte ihn an, nachdem er einen Wettbewerb des Stadtrats zur Verzierung des Tors gewonnen hatte.

Die Apotheke zum Schwarzen Ochsen befindet sichin einem hübschen Altstadthaus in der Innenstadt. Sie ist gut zu Fuss erreichbar. Diese Apotheke stellt für mich ein Medikament für meine MS her und einmal im Jahr brauche ich davon Nachschub.

Die Innenstadt besteht aus vielen älteren Häusern, die allesamt schön renoviert sind. Gestern waren einige Fussgänger in den weitgehend autofreien Gassen unterwegs. Kaffees und Restaurants haben Stühle und Tische aufgestellt, welche zur Mittagszeit rege genutzt wurden.

In der Innenstadt gibt es einen sogenannten Mohrenbrunnen, der immer noch so heisst. Schon 1520 wurde er errichtet, damals war die politische Korrektheit noch kein Thema. Die Figur stellt einen der biblischen Drei Könige dar und soll auch einen wohlhabenden Stadtbürger symbolisieren.

In der Nähe steht der nächste grosse Brunnen, der sogenannte Landsknecht-Brunnen. Die Figur steht für die wehrhafte Stadt Schaffhausen.

Ein weiteres schönes Haus in der Innenstadt. Das Haus zum Ritter wurde schon 1492 erbaut und mit schönen Fresken verziert.

Ein letzter Blick in eine der Innenstadtgassen bevor wir zum geographischen Höhepunkt des Ausfluges hinauf stiegen.

Der Munot ist das eigentliche Wahrzeichen der Stadt. Diese Rondellfestung wurde 1546 fertiggestellt und diente lediglich einmal der Verteidigung der Stadt, als sich die Franzosen 1798 unter Napoleon in der Gegend festsetzten. Eine längere, steile Treppe führt von der Stadt hinauf zur Festung. Links und rechts des Aufstiegs stehen Rebberge.

Das Treppenhaus dient noch heute als einzige Aufstiegsmöglichkeit auf die Festung.

Von der obersten Ebene sieht man bis zu unterst, wo die Eingänge in die Festung liegen.

Der mühsame Aufstieg von der Stadt hinauf zur Festung belohnt mit einem Blick über den Rhein, hier die Ansicht Rhein-aufwärts.

Der Turm als Teil der Festung ist eine hübsche Konstruktion, welche zuoberst eine Glocke hat, welche jeden Abend um 21 Uhr von Hand für fünf Minuten geläutet wird.

Von der anderen Seite des Munot liegt die Altstadt direkt vor dem Betrachter.

Ein Schiessscharte öffnet den Blick über die Wehranlage und den dahinter liegenden Rhein.

Der Keller der Anlage ist heute leer, er diente in der Vergangenheit als Munitionslager.

Beim Heruntergehen zur Altstadt zeigt sich der Turm nochmals oberhalb der Teile der alten Stadtmauer.

Zum Schluss besuchten wir noch den Rheinfall, der wegen des vielen Wassers diesmal sehr spektakulär war.

Noch ein letztes Bild des Falls mit dem Schloss Laufen auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses. Für einmal ein Reisebericht aus der Schweiz.
