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- Kategorie: Fast ein Tagebuch
Ende Oktober und schon Winter! Gaats no?
Ruth und ich verbrachten unser Wochenende bei Freunden auf 1’400 m.ü.M. Hubert und Regula betreiben das Hotel Rhätia in St. Antönien und bei ihnen waren wir zu Gast.

Als wir am Sonntag Nachmittag hochfuhren, sah die ganze Gegend so aus, als ob die Wiesen gerostet wären. Die Buchen verloren ihre Blätter und der fehlende Wind liess diese fast vollständig unter den Bäumen liegen. Eine hübsche Ansicht!

Am Montag morgen sah die Landschaft dann völlig anders aus. Während der Nacht fiel ziemlich viel Schnee, um 8 Uhr lagen gute 10 cm vom weissen Zeugs rund ums Hotel. Der Schneefall hielt den ganzen Montag über an, erst gegen Abend hörte es langsam auf und der Neuschnee fiel in sich zusammen.

Eine schöne Winterlandschaft zeigte sich durchs Fenster. Die Flecken im Bild sind nicht etwa Schmutz auf den Fenstern, sondern die fallenden Schneeflocken. Wir verliessen das Hotel während des ganzen Tages nicht, dazu war es zu unfreundlich. Es gab so genügend Zeit für ausgiebigen Gedankenaustausch und ebensolches Zeitungslesen.

Das Hotel liegt auf einer Höhe, wo meist schönster Sonnenschein herrscht, leider aber nicht an diesem Wochenende.

Sogar mein Auteli lag unter einer dicken Schneeschicht. Die Winterpneus liess ich vorausschauenderweise bereits montieren, der Schnee blieb aber auf der Strasse nicht liegen. Dafür wären keine Winterpneus notwendig gewesen.

Regula bereitete uns am Montag ein wunderbares Fondue zu, gerade richtig für das eher unangenehme Wetter. Ein Geheimtipp für Besucher des Restaurants: Das Fondue ist nicht auf der Karte, doch Regula bereitet es köstlich zu und eine scheue Frage wird sicher nicht abschlägig beantwortet. Ein Versuch lohnt sich auf jeden Fall!

Am frühen Dienstag Morgen präsentierte sich die Landschaft in einem ganz anderen Licht: Die Sonne beschien den Schnee und zauberte ein Wintermärchen in die Gegend. Wir waren nur wenige Dutzend Meter über der Schneefallgrenze, mir reichte die Wintererfahrung für dieses Jahr vollkommen. Aus der warmen Gaststube lässt sich dieses Wetter ertragen, mehr aber bitte nicht!
