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- Kategorie: Fast ein Tagebuch
Schwarzes Wochenende
Das Wochenende vom 18. / 19. September 2010 wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Aus der Agenda würden wir es am liebsten streichen, aber dafür ist es nun wirklich zu spät.
Samstag, 18. September 2010
Am Samstag Abend hatten wir liebe Freunde zu Gast, die wir schon seit vielen Jahren kennen. Insbesondere unsere Freundin reist viel nach Asien und isst auch sehr gerne Thai Food. An sich planten wir ein Safran-Risotto zusammen mit frischen Steinpilzen, konnten aber leider keine Pilze finden. Also umplanen: Ein Tunfisch Tartar mit Wasabi auf grünem Salat als Vorspeise. Unsere Freundin verträgt leider keinen rohen Fisch.
Zweiter Gang dann ein Risotto Negro mit Sepiatinte und Stücken von Sepia. Dazu gebratene Tiger-Prawns aus Asien. Wir rechneten nicht damit, dass unsere Freundin auch weder Crevetten noch sonstige Meeresfrüchte essen kann.
Glücklicherweise genoss ihr Mann das Essen in vollen Zügen, für unsere Freundin blieb hingegen gerade etwas Brot und Käse sowie das abschliessende Dessert.
Moral von der Geschichte: Immer zuerst nach Vorlieben und allfälligen Allergien fragen!
Sonntag, 19. September 2010
Nach dem Frühstück und ausführlicher Zeitungslektüre öffnete ich mein MacBook und stellte fest, dass das Gerät nicht lädt. Als erstes überprüfte ich natürlich die anderen Geräte an derselben Steckdose. Keines hatte Strom. Ein Sicherungsproblem? Alle Sicherungen im Haus waren aber intakt, also noch die Sicherungen bei der Hauszuleitung prüfen und prompt war eine der 40A (!!) Sicherungen durchgebrannt. Die Ersatzsicherung hielt gerade mal 2 Minuten, bevor auch sie sich verabschiedete. Die Fehlersuche durch einen Laien brauchte natürlich keine Erkenntnisse, also beschloss ich, am Montag einen Elektriker aufzubieten, der professionell suchen und finden kann.
Um 11 Uhr wollte ich eine Freundin an den Flughafen Zürich bringen, sie flog an diesem Tag in ihr Ferienhaus in Spanien. Als ich in der Garage das Auto öffnen wollte, tat sich gar nichts. Mein Auteli stand während einigen Tagen in der Garage und dies reichte aus, um die Batterie zu entladen. Vielleicht vergass ich irgend ein elektrisches Gerät oder die Batterie ist einfach nicht mehr fit genug. Glücklicherweise konnte Brigitte dann den Chauffeur Dienst übernehmen, so dass unsere Nachbarin/Freundin noch rechtzeitig an den Flughafen kam.
Montag, 20. September 2010

Am frühen Montag rief ich einen Elektriker, der auch prompt kam und sich auf die Fehlersuche machte. Sehr einfach war es auch für ihn nicht, nach einer guten Sunde fand er schliesslich die Problemstelle. Bei der Hauszuleitung brannte die Isolation des Nullleiters durch, worauf dann im Haus einzelne Steckdosen 290 V lieferten, was natürlich einigen Elektrogeräten nicht gut bekam. Nach ausführlichen Tests aller Geräte war klar, wie gross der Schaden war:
Induktionskochfeld, 1‘500 CHF
Kleiner Backofen / Mikrowelle, 200 CHF
Lampe in der Dusche, 200 CHF
Tragbares Radio in Küche und Schlafzimmer, 400 CHF
Ladegerät eines drahtlos Telefons, 30 CHF
Kosten Elektriker, 800 CHF
Ob und allenfalls welche Versicherung wie viel des Schadens deckt, ist noch völlig unklar, doch auch hier stirbt die Hoffnung zuletzt.
