Hieronymus Bosch - die burmesische Variante
Hieronymus Bosch, ein holländischer Maler des Mittelalters, wurde durch seine bildlichen Darstellungen der Höllenqualen berühmt. Heute trafen wir auf vergleichbare Malereien mit ebenso expliziten Darstellungen der Qualen, welche im After-Life auf die buddhistischen Sünder warten.
Die Bilder schmücken die Wände im Unterraum der riesigen Buddha-Statue, in diesen Räumen hat es nur sehr wenig Licht und dieses zeigt sich leider in den Bildern. Oft musste ich auch überhelle Lichtquellen mit der Hand abdecken, damit die Bilder überhaupt sichtbar waren. Aber ich wollte dem Leser die interessanten Darstellungen nicht vorenthalten.

Personen werden in den Boden eingegraben und dann von einer dornenbestückten Walze plattgemacht. Zurück bleibt nur ein grösserer Blutfleck.

Teufel jagen Menschen und werfen diese über Klippen ins Feuer. Man beachte die Hörner der Teufel, ein offenbar universelles Merkmal dieser Gestalten. Und dann erst noch die Hautfarbe der Teufel!

Zwei finstere Gestalten erschlagen Menschenfiguren, die erfolglos um Gnade betteln ,mit grossen Keulen. Die Hand im Bild ist nicht die vor Unheil schützende Hand Gottes, sondern die vor zu hellem Licht schützende Hand des Fotografen. Er musste so ein Fenster abdecken.

Hämisch grinsend werden Menschlein aus einer grossen Schüssel in einen Suppentopf geworfen, wo sie zu einem mit viel Curcuma gewürzten Curry gekocht werden. Wer isst so etwas?

Blutende Gestalten brennen hier auf offenem Feld. Die Bildunterschrift verweist offenbar auf die Untaten, welche auf diese Weise gebüsst werden müssen, leider nur in burmesisch und so für mich unnütz.

Die Detailaufnahme zeigt noch die Pfähle, welche den Leuten vor dem Verbrennen durch den Körper getrieben wurden um die Qualen zu erhöhen.

„Diesen Baum sollst du hochsteigen“, dies der Befehl des Gehörnten an den armen Sünder. Eine Frau ist schon weiter oben angekommen und schon ganz blutig. Im Hintergrund fällt eine Figur vom Baum in den vom Teufel gehaltenen Spiess.

Wenn die Dornen am Baum nicht ausreichen nimmt das Teufelchen eben noch den Spiess und piesackt den Kletterer von hinten um im „Beine zu machen.“

Unterschiedlichste Menschlein werden hier zusammen entsorgt. Einige Figuren haben chinesische Gesichtszüge, hat dies vielleicht eine spezielle Bedeutung? Alle zusammen werden sie von den Flammen verzehrt.

Ausserhalb eines Palastes öffnet sich unter einer Frau die Erde und aus den Spalten schiessen Flammen, welche sie verzehren. Eine untreue Ehefrau?

Elefanten und Streitwagen zertrampeln hier ganze Menschenmassen. Angetrieben werden sie von zwei bösartig aussehenden Gestalten während im Vordergrund schon das alles verzehrende Feuer wartet.
