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- Kategorie: USA Oktober 10 mit Thomas
Grand Canyon - Vom Nationalpark bis zum nördlichen Ende
Der Colorado war uns während des ganzen heutigen Tages ein zuverlässiger Begleiter. Wir besichtigten zuerst den östlichen Teil des Grand Canyon auf dem Weg nach Page.

Bereits nach kurzer Zeit sahen wir einen beeindruckenden Mule Deer, der sich vor uns überhaupt nicht fürchtete. Gemütlich frass er weiter sein Gras.

Die Strasse war nach der sehr kalten Nacht (-8 Grad) noch von etwas Schnee bedeckt, an den sonnigen Stellen war er allerdings bereits geschmolzen. Die Temperatur stieg bald auf 4 Grad an.

Ein Deutsch-Schweizer war offensichtlich schon sehr früh in dieser Gegend. Vermutlich arbeitete er als Träger, denn noch heute heisst ein Rastplatz nach einem unserer Dialekt-Worte. Für nicht Dialekt-Sprecher: Buggeln bedeutet bei uns soviel wie tragen.

Die erste Brücke, die 1929 über den Colorado gebaut wurde, war die Navajo Bridge, die noch heute im Gebrauch ist. Der Colorado ist hier relativ schmal, diese Stelle war einfach zu überbrücken, auf jeden Fall einfacher als weiter westlich beim Grand Canyon!

Bis die Brücke gebaut wurde, war eine Fähre der einzige Übergang, der von vielen Siedlern begangen wurde. 1878 eröffnete ein gewisser John Doyle Lee hier eine Fähre, die er bis zur Eröffnung der Brücke betrieb. Diese Stelle heisst noch heute Lees Ferry, sie dient immer noch als Einwasserungsstelle für die Schlauchboot Touren im Grand Canyon, der hier auch geografisch endet.

Dieser Wasserturm erinnerte mich an ein Virus, das mich schon zu meiner Mittelschulzeit faszinierte, einen Makrophagen. Diese greifen Bakterien an, sie sehen auch wie zurückgelassene Landefähren der Ausserirdischen aus. Hier dienen sie ausschliesslich der Speicherung von Wasser.

Kurz vor Page überquert die Strasse einen kleineren Pass, ein Aussichtspunkt gibt einen schönen Überblick über die Gegend. Der Hügelzug am Horizont ist das Plateau, in welchem der Hauptteil des Grand Canyon liegt.
