- Details
- Kategorie: California 17 - Reise mit Freunden
Vom Napa- ins Yosemite-Valley
Schon am frühen Morgen schien heute die Sonne vom makellosen Himmel. Eigentlich wollten wir auf direktem Weg von Santa Rosa über Stockton und Merced nach El Portal am Eingang zum Park fahren. Als wir aber von Santa Rosa losfuhren, sah ich, dass heute vermutlich kein Nebel die Sicht auf die Golden Gate Brücke behindern würde und entschloss mich, meinen Partnern ein Zückerli zu servieren.

Beim letzten Besuch vor einigen Tagen sah die Brücke von dieser Stelle eher seltsam aus. Wie ich damals schrieb, war ausser dem Verkehrslärm und dem gelegentlichen Tuten der Nebelhörner nichts zu sehen.

Ganz anders heute: Von der selben Stelle aus fotografiert liegt die Brücke im vollen Sonnenschein vor der Stadt. In der Distanz links lässt sich noch die Bay-Bridge erahnen. Auch die Insel Alcatraz ist inmitten der Bay gut zu sehen. Was für ein Unterschied innerhalb weniger Tage! Der Umweg hat sich definitiv gelohnt.

Und weil es so schön ist, gerade noch ein Bild etwas weiter unten, diesmal ohne das störende Gitter.

Auf dem Weg zum Yosemite mussten wir das San Joaquin-Valley queren, ein Gebiet der intensiven Landwirtschaft. Auf dieser grossen Fläche werden sehr viele verschiedene Früchte angebaut. Tomaten, Salat, Spargel, Äpfel, Artischocken, Orangen, Zitronen, Mandeln und so weiter. Unter anderem auch die Früchte dieses Baumes.

Von Nahem lässt sich die Frucht besser erraten: Es sind Pistazien, welche an den kleinen Bäumen wachsen. Später werden sie geschält, geröstet und gesalzen, bevor sie dann abgepackt und verschifft werden.

Je näher die Strasse zur Sierra kommt, desto klarer wird es, wieso California auch „The Golden State“ heisst. Das dürre Gras vergoldet die ganze Landschaft bis zum Horizont.

Mariposa ist ein kleines Kaff mit nur gerade 1’700 Einwohnern. Doch in Sachen Glauben sind die Einwohner sehr fleissig. 24 Kirchen wachen über das Seelenheil der wenigen Einwohner. 70.8333 Besucher pro Kirche sind vermutlich ein Rekord, die Jungs und Mädels müssen ja sehr religiös sein, oder es könnte auch sein, dass sonst hier nichts los ist.

Bei unserer Lodge gibt es einen Pool, bei welchem unmissverständlich auf die Bedingungen für einen Besuch hingewiesen wird. Ob dies wohl auch einen solchen Aufschrei erzeugt, wie vor einigen Wochen die Notiz für die jüdischen Badegäste in Davos?
