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- Kategorie: California 17 - Reise mit Freunden
40 Meilen, 17 Meilen und noch 6 Meilen
Gestern konnten wir von Morro Bay nach Monterey nicht der US-1 folgen, da ein Erdrutsch die Strasse unpassierbar machte. Heute wollten die Sache von Norden her angehen, um doch noch so viel wie möglich der schönen Küste zu sehen.

Bevor es jedoch losging, schauten wir uns noch die Mission von Carmel an, die Mission San Carlos Borromeo de Carmelo. Diese wurde 1770 unter dem Priester Fra Junipero Serra gegründet, einem Franziskaner-Mönch, der bei der Christianisierung von Baja- und Alta-California eine wichtige Rolle spielte. Dieser ist auch hier begraben.

Das Eingangsgebäude ist schon stark vom Lauf der Zeiten geprägt, es beherbergt ein grosses Museum mit viel Informationen zur Kirchengeschichte.

Das alte Gemäuer liegt wie so viele andere in dieser Gegend auch in unmittelbarer Nähe einer stark Erdbeben-gefärdeten Zone. Deshalb überall diese Warnungen zu den Naturereignissen. Vermutlich geht es dabei vor allem um die legale Warnung, die ausgesprochen wird, damit alle Haftungen in vornherein ausbedungen sein können. Für Paul und mich war sie jedoch so beunruhigend, dass wir beide beschlossen, das Risiko nicht eingehen zu wollen, die Frauen besuchten die Mission ohne uns.

Nach den kulturellen Momenten war einmal mehr die Natur im Zentrum unseres Interesses. Von Carmel bis Big Sur war die Strasse befahrbar, die hin- und zurück 80 Meilen ergaben eine schöne Rundfahrt mit vielen grandiosen Ausblicken auf den Pazifik.

Ab und an konnten wir zum Strand hinunter gehen und einige Duzend Meter der Wasserlinie entlang gehen. Das Wasser war so kalt, dass es an den Füssen sofort stark schmerzte. Draussen im offenen Meer waren mit dem Feldstecher auch immer wieder Wale zu beobachten, meist aber nur die Dampffontänen beim Ausatmen, ab und zu jedoch auch grössere Teile der Rücken und Flossen. Die Migration der Humpback Whales von der Arktis nach Baja California ist offenbar schon im Gang.

Den Wendepunkt auf der US-1 erreichten wir etwa einen Kilometer südlich von Big Sur, die Strasse war ab hier gesperrt und es gab kein Durchkommen. Also zurück auf Feld 1.

Eine weitere der spektakulären Brücken über einen Canyon. Die Felsenküste ist in diesem Abschnitt spektakulär!

Zurück in Monterey mussten wir selbstverständlich noch die übliche Touristen-Attraktion besichtigen. Der weltbekannte 17-Mile-Drive verschafft immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die Küste sowie die Bäume und andere Vegetation. Eine Ikone des 17-Mile-Drive ist die Lone Cypress, sie soll schon mehr als 250 Jahre auf ihrem Felsen stehen.
Die letzten 4 Meilen fuhren wir am Abend entlang des Ocean Boulevard. Diese Rundstrecke führt immer am äusseren Rand des Monterey-Peninsula entlang. Immer wieder schöne Ausblicke auf den Pazifik mit vielen Pelikanen, Robben und California Sea Otter; diese Ansichten und Beobachtungen lassen einen die Zeit vergessen und bald schon mussten wir uns für das Nachtessen umziehen.
