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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 2. Etappe Cuba
Endlich die Früchte der Revolution geniessen: Schöne Strände in Guardalavaca
Nach der langen und teilweise sehr mühsamen Fahrt von Baracoa nach Guardalavaca waren wir heute froh, das Auto den ganzen Tag stehen lassen zu können. Wir machen für zwei ganze Tage Halt im Paradisus Rio de Ort Resort in Guardalavaca, wo wir eine absurde Scheinwelt erleben. Nach drei Wochen Rundreise auf der Insel mit einer nur oberflächlichen Sicht auf das tägliche Leben der Einheimischen geniessen wir hier endlich die Früchte der Revolution.

So wie hier sollten sich die Kubaner nach dem Willen der Partei vermutlich das Leben im kommenden Arbeiter- und Bauernparadies vorstellen: Gepflegte Wohnanlagen mit makellos getrimmtem Rasen, Restaurants mit überquellenden Buffets, Bars mit jederzeit fliessendem Gratis-Bier und anderen Getränken, Shows, Musik und was das Herz des Menschen sonst noch begehrt. Dass der Strom aus der Steckdose und sowohl das warme wie auch das kalte Wasser jederzeit in beliebiger Menge aus den schönen Hahnen fliessen, ist hier selbstverständlich. Sogar ein Internet ist, wenn auch langsam, verfügbar. Nur von den sonst allgegenwärtigen Plakaten, welche in den Dörfern und Städten die Erfolge der Revolution feiern, ist hier nichts zu sehen. Hier sind die Erfolge offensichtlich. Die Kubaner haben immerhin die Plakate mit den Sprüchen.

Ausser den jederzeit adrett gekleideten Angestellten ist in der ganzen Anlage kein Kubaner anzutreffen. Dass wir hier pro Nacht 5 Monatssaläre eines kubanischen Arztes verbraten, braucht uns nicht zu kümmern. Solche Details belasten das Gewissen des Paradiesbewohners nicht.
Der Parkplatz, wo unser Auto heute seinen Tag verbringt, ist sehr klein, was darauf hinweist, dass die weitaus meisten der anwesenden Gäste nicht mit dem eigenen Auto unterwegs sind, sondern als Pauschaltouristen per Flugzeug und Bus anreisen. Viele der Besucher stammen aus Kanada, von wo sie per Direktflug nach Holguín fliegen und dann direkt hierhin kommen. Vom Kuba der Kubaner kriegen sie nichts mit.
Am Morgen trafen wir einen Vertreter der Agentur von Brunos Freundin, welcher uns bezüglich der Weiterreise beriet. Wir hatten in Santiago einige Flüge von Santiago und Holguín auf der Warteliste gebucht, damit wir nicht die ganze Strecke zurück nach Havanna fahren müssen. Auch er konnte jedoch nicht in Erfahrung bringen, ob einer der gebuchten Flüge Platz für uns hätte. Er erfuhr, dass Cubana allenfalls am Dienstag, 6. Januar einen Zusatzflug einplanen würde, der vielleicht noch Platz haben würde. Allerdings würde dies definitiv erst am Dienstag ab 10 Uhr entschieden. Für uns eher spät, da wir dann in nur etwas mehr als 2 Tagen nach Havanna fahren müssten, falls es mit dem Flug nicht klappen sollte. Wir sind noch unschlüssig, wie es weiter gehen soll. Die vielen Konjunktive machen die Entscheidung schwierig. Definitiv müssen wir uns bis am Montag früh entscheiden.

So wie hier sollten sich die Kubaner nach dem Willen der Partei vermutlich das Leben im kommenden Arbeiter- und Bauernparadies vorstellen: Gepflegte Wohnanlagen mit makellos getrimmtem Rasen, Restaurants mit überquellenden Buffets, Bars mit jederzeit fliessendem Gratis-Bier und anderen Getränken, Shows, Musik und was das Herz des Menschen sonst noch begehrt. Dass der Strom aus der Steckdose und sowohl das warme wie auch das kalte Wasser jederzeit in beliebiger Menge aus den schönen Hahnen fliessen, ist hier selbstverständlich. Sogar ein Internet ist, wenn auch langsam, verfügbar. Nur von den sonst allgegenwärtigen Plakaten, welche in den Dörfern und Städten die Erfolge der Revolution feiern, ist hier nichts zu sehen. Hier sind die Erfolge offensichtlich. Die Kubaner haben immerhin die Plakate mit den Sprüchen.

Ausser den jederzeit adrett gekleideten Angestellten ist in der ganzen Anlage kein Kubaner anzutreffen. Dass wir hier pro Nacht 5 Monatssaläre eines kubanischen Arztes verbraten, braucht uns nicht zu kümmern. Solche Details belasten das Gewissen des Paradiesbewohners nicht.
Der Parkplatz, wo unser Auto heute seinen Tag verbringt, ist sehr klein, was darauf hinweist, dass die weitaus meisten der anwesenden Gäste nicht mit dem eigenen Auto unterwegs sind, sondern als Pauschaltouristen per Flugzeug und Bus anreisen. Viele der Besucher stammen aus Kanada, von wo sie per Direktflug nach Holguín fliegen und dann direkt hierhin kommen. Vom Kuba der Kubaner kriegen sie nichts mit.
Am Morgen trafen wir einen Vertreter der Agentur von Brunos Freundin, welcher uns bezüglich der Weiterreise beriet. Wir hatten in Santiago einige Flüge von Santiago und Holguín auf der Warteliste gebucht, damit wir nicht die ganze Strecke zurück nach Havanna fahren müssen. Auch er konnte jedoch nicht in Erfahrung bringen, ob einer der gebuchten Flüge Platz für uns hätte. Er erfuhr, dass Cubana allenfalls am Dienstag, 6. Januar einen Zusatzflug einplanen würde, der vielleicht noch Platz haben würde. Allerdings würde dies definitiv erst am Dienstag ab 10 Uhr entschieden. Für uns eher spät, da wir dann in nur etwas mehr als 2 Tagen nach Havanna fahren müssten, falls es mit dem Flug nicht klappen sollte. Wir sind noch unschlüssig, wie es weiter gehen soll. Die vielen Konjunktive machen die Entscheidung schwierig. Definitiv müssen wir uns bis am Montag früh entscheiden.
