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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 2. Etappe Cuba
Trinidad
Beim Frühstück erzählte uns die Besitzerin unserer Unterkunft, dass sie eigentlich eine Ausbildung als Architektin hätte, jedoch vom Staat lediglich 18 CUC pro Monat erhalte und sich deshalb entschieden habe, eine Casa particular zu eröffnen. Eine Casa particular ist eine Unterkunft, welche in Kuba erst seit einigen Jahren möglich ist. Private dürfen Zimmer vermieten, deren Preise liegen meist um 30 CUC, knapp 30 Franken. Beim Frühstück stellten wir fest, dass unsere Vermieterin eine Haushälterin beschäftigt, welche ihr die meisten Arbeiten abnimmt. Wie viel sie ihr bezahlt, weiss ich nicht. Wir waren hingegen beide sehr überrascht, als sie uns die Rechnung präsentierte: Wir liessen gestern einige wenige Sachen waschen und dafür verlangte sie 15 CUC, dies ohne mit der Wimper zu zucken. Für einige Hemden, T-Shirts und Unterhosen nahezu einen Monatslohn einer Architektin. Go figure!
Die Qualität der privaten Unterkünfte ist sehr unterschiedlich, in Trinidad wohnen wir heute recht angenehm ruhig mitten im Zentrum, in Cienfuegos waren wir aus verschiedenen Gründen weniger zufrieden.

Als wir am Morgen von Cienfuegos in Richtung unseres nächsten Zieles Trinidad losfuhren, begegneten uns viele Taxis der speziellen Art. In Cienfuegos verkehren viele Pferdekutschen als Taxis. Diese haben den Vorteil, dass sie nicht stinken wie die mit Benzin oder Diesel getriebenen alten Fahrzeuge. Letztere stossen jeweils eine schwarze Wolke aus, welche oft zu Husten reizen. Ich staune immer wieder, wie stark ein einzelnes Pferd ist; problemlos zieht ein Tier einen Wagen mit bis zu 10 Personen einen kleinen Hügel hoch.

Unterwegs besuchten wir die Wasserfälle bei El Nicho, welche in den Bergen der Sierra de Escambray liegen. Diese Hügelkette ist knapp 60 km von Cienfuegos entfernt, die Strasse steigt zeitweise bis knapp 800 m an. Bis zu den Fällen ist die Strasse einigermassen gut, von dort aus in Richtung Trinidad gleicht sie stellenweise eher einem Bachbett, ist jedoch auch mit einem PW gut befahrbar. Beim Hauptwasserfall rauscht das Wasser gute 15 m in die Tiefe. Zusammen mit der tropischen Vegetation ist dieser eine imposante Erscheinung. In der ganzen Gegend wird im Wald viel Kaffee angebaut, den wir bei den Fällen in einem einfachen Restaurant auch kosten konnten.

In der Nähe von Trinidad, als die Strasse wieder besser wurde, bemerkten wir dieses Gebäude. Das Hotel ist als „Kurhotel“ bezeichnet und erinnerte mit der strengen Architektur an ein Hotel für Parteifunktionäre in der ehemaligen DDR. Ein Charme wie jener einer Kaserne. Später erfuhren wir, dass der ehemalige Diktator Kubas, Batista, diesen Bau in Auftrag gab und dass er eigentlich als Sanatorium für kranke Kubaner erbaut wurde. Er wird noch heute vor allem von Kubanern besucht. Uns hätte dieses Hotel nicht sonderlich gereizt, auch wenn man von den oberen Zimmer vermutlich einen schönen Blick auf das etwa 10 km entfernte Meer hätte.

Unsere Unterkunft, wiederum eine sogenannte Casa particular, liegt diesmal mitten im Zentrum Trinidads. Die Plaza Mayor ist nur 100 m vom Eingang entfernt. Die Anfahrt durch die engen Gassen war dank dem GPS einigermassen einfach, auch wenn die Altstadt an vielen Stellen gesperrt war.

Im warmen Abendlicht strahlte die Fassade dieses Hauses sehr schön, im Innenhof grüsst Che von einem riesigen Wandbild. Auch in Trinidad sind die alten Revoluzzer omnipräsent. Vor allem Che wird auf Bildern, T-Shirts und Kappen immer wieder als Ikone abgebildet. Auch das bekannte Bild des Zigarren rauchenden Che, welches der kürzlich verstorbene Schweizer Fotograf René Burri schoss, wird in allen Varianten angeboten - und vermutlich auch von vielen Touristen gekauft.

Am häufigsten wird jedoch das Bild von Che reproduziert, welches Alberto „Korda“ Gutierrez am 5. März 1960 von ihm machte, dieses wird auf unzähligen T-Shirts, Taschen, Plakaten und vielen weiteren Touristensouvenirs abgebildet. Korda verzichtete von Beginn weg auf sämtliche Royalities für sein Bild.
Die Qualität der privaten Unterkünfte ist sehr unterschiedlich, in Trinidad wohnen wir heute recht angenehm ruhig mitten im Zentrum, in Cienfuegos waren wir aus verschiedenen Gründen weniger zufrieden.

Als wir am Morgen von Cienfuegos in Richtung unseres nächsten Zieles Trinidad losfuhren, begegneten uns viele Taxis der speziellen Art. In Cienfuegos verkehren viele Pferdekutschen als Taxis. Diese haben den Vorteil, dass sie nicht stinken wie die mit Benzin oder Diesel getriebenen alten Fahrzeuge. Letztere stossen jeweils eine schwarze Wolke aus, welche oft zu Husten reizen. Ich staune immer wieder, wie stark ein einzelnes Pferd ist; problemlos zieht ein Tier einen Wagen mit bis zu 10 Personen einen kleinen Hügel hoch.

Unterwegs besuchten wir die Wasserfälle bei El Nicho, welche in den Bergen der Sierra de Escambray liegen. Diese Hügelkette ist knapp 60 km von Cienfuegos entfernt, die Strasse steigt zeitweise bis knapp 800 m an. Bis zu den Fällen ist die Strasse einigermassen gut, von dort aus in Richtung Trinidad gleicht sie stellenweise eher einem Bachbett, ist jedoch auch mit einem PW gut befahrbar. Beim Hauptwasserfall rauscht das Wasser gute 15 m in die Tiefe. Zusammen mit der tropischen Vegetation ist dieser eine imposante Erscheinung. In der ganzen Gegend wird im Wald viel Kaffee angebaut, den wir bei den Fällen in einem einfachen Restaurant auch kosten konnten.

In der Nähe von Trinidad, als die Strasse wieder besser wurde, bemerkten wir dieses Gebäude. Das Hotel ist als „Kurhotel“ bezeichnet und erinnerte mit der strengen Architektur an ein Hotel für Parteifunktionäre in der ehemaligen DDR. Ein Charme wie jener einer Kaserne. Später erfuhren wir, dass der ehemalige Diktator Kubas, Batista, diesen Bau in Auftrag gab und dass er eigentlich als Sanatorium für kranke Kubaner erbaut wurde. Er wird noch heute vor allem von Kubanern besucht. Uns hätte dieses Hotel nicht sonderlich gereizt, auch wenn man von den oberen Zimmer vermutlich einen schönen Blick auf das etwa 10 km entfernte Meer hätte.

Unsere Unterkunft, wiederum eine sogenannte Casa particular, liegt diesmal mitten im Zentrum Trinidads. Die Plaza Mayor ist nur 100 m vom Eingang entfernt. Die Anfahrt durch die engen Gassen war dank dem GPS einigermassen einfach, auch wenn die Altstadt an vielen Stellen gesperrt war.

Im warmen Abendlicht strahlte die Fassade dieses Hauses sehr schön, im Innenhof grüsst Che von einem riesigen Wandbild. Auch in Trinidad sind die alten Revoluzzer omnipräsent. Vor allem Che wird auf Bildern, T-Shirts und Kappen immer wieder als Ikone abgebildet. Auch das bekannte Bild des Zigarren rauchenden Che, welches der kürzlich verstorbene Schweizer Fotograf René Burri schoss, wird in allen Varianten angeboten - und vermutlich auch von vielen Touristen gekauft.

Am häufigsten wird jedoch das Bild von Che reproduziert, welches Alberto „Korda“ Gutierrez am 5. März 1960 von ihm machte, dieses wird auf unzähligen T-Shirts, Taschen, Plakaten und vielen weiteren Touristensouvenirs abgebildet. Korda verzichtete von Beginn weg auf sämtliche Royalities für sein Bild.
