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Stockholm - die Altstadt
Nachdem wir gestern Montag fast den ganzen Tag von Hjo nach Stockholm unterwegs waren, sahen wir nicht mehr viel von der Stadt. Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von Tommie, der in Hjo blieb. Unser Hotel lag etwas ausserhalb des Zentrums, weshalb wir nur noch ein Restaurant suchten, bevor wir dann den Tag abschlossen.
Heute bezogen wir eine neue Unterkunft und wollten auf dem Weg dorthin die Altstadt mit dem Auto besuchen. Eine sehr schlechte Idee, wie sich herausstellt. Es gibt rund um die Altstadt kaum Parkplätze, selbst die Behindertenparkplätze waren belegt und wenn dann mal einer frei war, war die erlaubte Parkzeit mit zwischen 6-12 Minuten viel zu kurz. Wir stellten unser Auto bei unserem AirBnB ab und fuhren per Bus und U-Bahn in die Stadt. So viel einfacher und stressfrei!

Auf dem Weg in die Innenstadt fotografierte ich durch das Zugfenster „mein“ Geschäft. Ein grosser Supermarkt, der meinen Namen trägt, mir aber leider keine Prozente abgibt. Soll ich die beklagen?

Ein schön im Stand gehaltenes Gebäude ist das sogenannte Ritterhaus gerade beim Eingang in die Altstadt. Der älteste Teil von Stockholm liegt auf einer recht kleineren Insel und ist gut zu Fuss zu durchwandern. Es kamen dann aber doch mehr als 6 km zusammen, bis wir wieder zu Hause waren.

Der innerste Teil der Altstadt ist autofrei, am Rande dürfen die Autos zu bestimmten Zeiten noch verkehren, es gibt aber nur sehr wenig Verkehr. Fahrräder sind jedoch öfter unterwegs, auch E-Bikes, die schnell und lautlos daher kommen.

Im Zentrum der Altstadt steht dieses Gebäude, in welches wohl die meisten Wissenschaftler gerne eine Einladung erhalten würden. Hier residiert bisher noch die Akademie der Schwedischen Wissenschaften …

… und hier werden noch bis 2020 einmal jährlich die Nobelpreise verliehen. Später erfolgt dies in einem neuen Gebäude an einem anderen Ort. Im Gebäude gibt es ein Museum, welches die Geschichte der Preise erklärt. Wir besuchten dieses heute nicht.

Auf dem Platz vor der Akademie trugen einige Strassenmusiker ihre Lieder vor. Spenden können einerseits als Bargeld in den Koffer gelegt werden, noch lieber aber nehmen die Artisten die Spenden über die App „Swish“ entgegen. Die meisten Schweden bezahlen selbst kleinste Beträge mit dieser App, ihrer Kreditkarte oder mit Apple-Pay, Bargeld ist sehr selten und ich habe bisher noch nie ein Problem mit der elektronischen Bezahlung.

Weitere schön renovierte Häuser stehen um den Hauptplatz bei der Akademie. Unterschiedliche Architektur-Stile sowie auch ganz unterschiedliche Farbgebungen prägen den Platz.

Am Ende dieser Strasse ist die Nikolai-Kirche zu sehen, die hier auch ganz prosaisch Grosse Kirche genannt wird.

Ebenfalls in der Altstadt liegt der Königspalast, der in weiten Teilen dem Publikum geöffnet ist. Die Familie lebt nicht hier, sie residiert ausserhalb der Stadt. Der König selber empfängt hier Staatsgäste und soll hier ein Büro haben. Dieser bemitleidenswerte Soldat muss hier Wache stehen und sich von vielen Touristen ablichten lassen. Sein Gewehr ist wohl nicht geladen, er steht hier bloss zur Zierde. Der Lauf der Kanone wiederum ist verschlossen, damit kann nicht mehr geschossen werden. Selbstverständlich trägt der Verschluss die schwedischen Nationalfarben.

Der Palast selber hat beachtliche Ausmasse, wir liessen es bei einem kurzen Besuch im Innenhof bleiben, weder Simon noch ich hatte Lust auf eine Möbelausstellung und alte Dokumente.

Eine hübsche Seitengasse mit farbigen Häusern und ausnahmsweise keinen Touristen, welche mir ins Bild trampeln, machte heute den Abschluss des Besuches.
