- Details
- Kategorie: Bretagne 23
Eine unerwartete Entdeckung auf der Fahrt zum Flughafen in Nantes und Abschluss der Reise
Als wir uns am Morgen auf die Rückfahrt nach Nantes machten, wollten wir noch einen Umweg über St. Nazaire einlegen um einen Eindruck der Stadt zu erhalten. Auf dem Weg dorthin - über Nebenstrassen - sahen wir einen Wegweiser nach einer historischen Kleinstadt Guérande. Also Steuer herumreissen und los!

Wie in nahezu jeder Stadt steht im Zentrum eine grosse Kirche, hier die Stiftskirche St. Aubin. Diese ist für eine kleine Ortschaft sehr gross, was mit der Hauptaktivität in dieser Gegend zusammenhängt. Salzgewinnung war hier seit dem Mittelalter der Haupterwerbszweig.

Auf der Nordseite der Kirche lag früher der Friedhof, der aber aufgehoben wurde. An die ehemaligen Gräber erinnern diese Kunstwerke, Säulen aus Eisen mit Figuren.

Dieser ehemalige Grabbewohner wurde offenbar von mehreren Schüssen getroffen.

Ein Musikant lag auch auf diesem Friedhof.

Was dieser oder diese begrabene Person wohl für einen Beruf hatte?

Die hübschen Gassen luden zu einem Spaziergang ein. Immer wieder gab es perfekt restaurierte Fachwerkhäuser. Das Hellblau passt wunderbar zum blauen, bretonischen Himmel.

Versteckt in einer Seitengasse wurde auch Hasch angeboten …

Die ganze Stadt wird von dicken Festungsmauern umgeben, welche mit Toren durchbrochen sind. Die Fahrt durch einen solchen Engpass ist mit einem grossen Auto nicht ganz einfach, ist musste mit meinem Mietauto beinahe die Ohren (Spiegel) einziehen, um nicht hängen zu bleiben.

An einigen Stellen gab es auch noch eigentliche Burggräben, welche mit Wasser gefüllt waren. Auch diese Mauern waren gut unterhalten.

Ein ganz kurzer Zwischenstopp in St. Nazaire lag gerade noch drin. Ein letzter Blick auf den Atlantik und die schönen Strände vor der Stadt sollte uns den Abschied versüssen. St. Nazaire ist eine grosse Industriestadt, hier gibt es grosse Werften, welche unter anderem auch die Queen Mary II bauten. Wir sahen sonst nicht sehr viel von der Stadt. Auch sie wurde im letzten Krieg vollkommen platt gebombt, da hier die deutschen Besetzer ihre Schiffe warteten.
Die anschliessende Fahrt zum Flughafen und die Abgabe unseres Mietautos verliefen ereignislos und wir konnten schnell und problemlos einchecken und warteten dann auf den Abflug. Dieser verzögerte sich um etwa 45 Minuten, da in Paris der Luftraum überfüllt war. Wir sassen wie auf Nadeln, ob wir unseren Weiterflug nach Zürich wohl noch schaffen würden. Es waren ursprünglich nur 75 Minuten geplant.

Beim Starten gelang mir noch ein Bild der Beluga, dem riesigen Frachtflieger von Airbus, mit welchem Flugzeugteile von einem Werk zum anderen geflogen werden. Dieses Teil basiert auf dem Airbus A330-600, einer grossen Passagiermaschine.
Als wir dann in Paris ankamen, konnten wir aufatmen. Auch unser Weiterflug nach Zürich hatte Verspätung. Statt um 21:20 sollte die Maschine zuerst um 22:45 abfliegen, womit sie erst nach Mitternacht in Zürich hätte landen können. Wegen des Nachtflug-Verbotes hätte dies vermutlich Probleme gegeben. Schliesslich flogen wir dann aber „nur“ mit 20 Minuten Verspätung ab und landeten um 23:15 in Zürich. Unser letzter Zug mit Busanschluss verliess den Bahnhof um 23:45 und um 00:35 waren wir schliesslich zu Hause und um 01:00 im Bett.
Damit dauerte unsere Reise 14 Tage abzüglich 3 Stunden, da wir bei unserer Abreise schon um 04:00 aufstehen mussten. Es lohnte sich aber auf jeden Fall!
An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Gérard Gallen, meinen ehemaligen Chef bei Unilog, der uns während unseres Besuchs auf Belle-Île-en-Mer so hervorragend bewirtet und ge-reiseleitet hat! Und auch an Brigitta und Kurt, unsere Freunde aus Wien, die einmal mehr hervorragende Reisebegleiter waren.
