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- Kategorie: Puglia 23
Castel del Monte und Rückreise
Zwischen 1240 und 1250 wurde im Auftrag des Kaisers Friedrich II auf einem Hügel ein Schloss erbaut, welches schon von weitem zu sehen ist. Der Innenausbau scheint nie vollendet worden zu sein. Heute ist es jedoch eine wichtige Touristenattraktion in Süditalien. Bewohnt war das Schloss vermutlich ebenfalls nie.

Der Grundriss des Schlosses ist ein Acht-Eck, in jeder Ecke steht wiederum ein acht-eckiger Turm und auf den beiden Geschossen gibt es jeweils 8 Räume.

Der Innenhof aus dem ersten Geschoss aufgenommen. Dieser ist weitgehend schmucklos.

In einigen der Räume gibt es Kamine, von denen aber meist nur wenig erhalten ist.

Auch einen Ort, an den auch ein Kaiser nur alleine hingeht, findet sich im Schloss.

Die Wände bestehen weitgehend aus weisslichem Kalkstein, der in der Gegend gebrochen wurde. Die Türen sind hingegen mit einem Verbundgestein eingefasst, dieses nennt sich Breccia rossa. Der obere Teil dieser Wand ist nicht einfach aufgemauert, hier wurden verschieden-förmige Steine verbaut, welche ein interessantes Muster ergeben.

Ein anderer Raum verfügt über Säulen, die ebenfalls in Breccia rossa ausgeführt sind. Die originalen Böden sind leider weitgehend verloren gegangen. Sie sollen aus weissem Marmor bestanden haben. Lediglich an einzelnen Stellen gibt es noch Reste der Böden.

Im Innenhof machte ich eine Weitwinkelaufnahme des Schlosses - nachdem ich Paul sah, der dasselbe machte. Danke Paul für die Inspiration!

Im Innenhof gibt es zwei Tore, welche wieder ins Innere des Schlosses führen. Das obere Geschoss hat in einigen Räumen Fenster, welche in den Innenhof führen.

Schon von weitem ist das Schloss auf dem Hügel zu sehen, ich las irgendwo, es sei die Krone Apuliens. Viel treffender kann man das nicht beschreiben. Vom Rundgang rund um das Gebäude hat man eine 360° Sicht auf die Gegend. Das Schloss verfügt über keinerlei typischen Einrichtungen eines solchen Gebäudes: Keine Mannschaftsquartiere, keinen Schlossgraben sowie keine Schiessscharten. Was genau die Bestimmung des Schlosses war, verlor sich in den Zeiten. Nun bleibt nur noch die Schönheit der Anlage auf dem Hügel.

Unterwegs sahen wir häufig solche Schilder an der Strasse: Es wird vor langbeinigen, gehörnten Wildschweinen gewarnt. Seltsame Kreaturen!

Den letzten Zwischenstopp auf der Rückreise nach Brindisi machten wir in Trani, wo wir uns insbesondere die Cattedrale San Nicola Pellegrino ansehen wollten. Auf dem Weg dorthin gingen wir entlang des Hafens, in welchem viele Ausflugsboote vor Anker lagen. Entlang der Hafenmole gab es viele Restaurants. Für uns waren diese leider falsch gelegen, da wir noch 170 km zu fahren hatten. Und mit vollem Magen so weit fahren ...

Die Cattedrale ist zumindest von vorne vollständig renoviert. Bei unserem letzten Besuch hier war das Hauptportal noch eingerüstet und damit enttäuschend. Neu instand gestellt wirkt die Kirche vor dem Meer äusserst attraktiv.
Nach der letzten Cattedrale auf dieser Reise blieb uns nur noch die Rückfahrt nach Brindisi und ein letztes Nachtessen. Am Morgen hiess es um 10:30 in Richtung Flughafen aufbrechen. Nach einem ereignislosen Flug landeten wir mit 10 Minuten Verspätung in Basel. Mein Tesla erwartete uns auf dem Parkplatz für die Rückfahrt nach Lieli mit einem Zwischenstopp um unsere Freunde bei sich abzusetzen.
Noch ein Tipp für einen Parkplatz am Flughafen Basel: Auf der französischen Seite gibt es einen Park-Service BluePark, dort liess ich mein Auto für 10 Tage für 82 € stehen. Ein Bus bringt und holt die Passagiere zuverlässig vom Flughafen ab.
