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- Kategorie: Kanaren 09
Der Höhepunkt
Die Krone Teneriffas (und auch Spaniens) ist der Teide, der höchste Berg der Insel und auch des ganzen Landes. Der kanarische Archipel wird aus sogenannt ozeanischen Inseln gebildet, was bedeutet, dass keine der Inseln je in direktem Kontakt mit dem Festland stand. Die einzige Art, wie diese Inseln entstanden sein konnten, ist demnach die Entstehung durch Vulkanismus.
Der Telde legt immer noch ein beredtes Zeugnis dieser feurigen Vergangenheit ab. Die Strasse zum Nationalpark führt auf einem Plateau auf gut 2000 m.ü.M. durch eine alte Caldera (nach einer der Theorien), auf der linken Seite der Strasse ragt der aktuelle Gipfel bis auf 3'718 m.ü.M. auf. Die ganze Ebene ist von sehr groben und kantigen Vulkanresten übersät, was der Gegend etwas Archaisches gibt.

Aber auch auf dieser Höhe gibt es noch viel Leben, neben den gerade in Vollblüte stehenden Echium voller Bienen auch viele Eidechsen, welche hier die wärmende Sonne geniessen. Sie „wissen“ natürlich, dass der kommende Winter wieder richtig tiefe Temperaturen bringen wird und nützen jedes Quentchen Sonnenschein aus.


Auf der Fahrt zum Gipfel trafen wir auf Felder voller gelbem und orangenem Mohn, welcher mit der schwarzen Lava einen schönen Kontrast bildete.

Die Rückfahrt machte uns dann einmal mehr klar, dass das Plateau über der Wolkengrenze liegt, die ersten Wolkenfetzen drangen durch eine Lücke im Bergkranz auf das Plateau und prompt fuhren wir anschliessend durch dichten Nebel. Unser Haus lag aber wieder im schönsten Sonnenschein, so dass wir den Rest des Nachmittages noch lesend und schreibend verbrachten.

