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- Kategorie: Down Under 09/10 - New Zealand
Südinsel – Die We(s)t Coast
Die Kiwis nennen die Westküste der Südinsel auch die Wet-Coast, da es hier angeblich sehr häufig regnet. Angeblich, weil es für uns nicht zutrifft. Ganz im Gegenteil, denn heute früh erwartete uns ein makellos blauer Himmel und während des ganzen Tages sahen wir kaum Wolken, lediglich eine Schleier gaben dem Himmel die notwendige Tiefe.
Eine Bergkette zieht sich von Norden nach Süden durch die ganze Südinsel. Wir überquerten sie ziemlich weit nördlich, wo der Pass auf nahezu 700 m.ü.M. steigt. Von einem Aussichtspunkt sieht man in Richtung Süden höhere Bergspitzen, welche sogar noch etwas Schnee aufweisen. So ganz schneefrei bleibt also auch diese Reise nicht. Morgen werden wir in der Nähe des Mount Cook vorbei kommen, dem höchsten Berg des Landes. Der imposante Franz Josef Gletscher sollte ebenfalls von der Strasse aus gut sichtbar sein.

Einmal mehr bekamen wir einen guten Tip von unserem Motelvermieter für ein Restaurant. Etwa 15 km vom Motel weg zu fahren, liegt das Lokal an einer halbrunden Bucht mit einer unbezahlbaren Aussicht auf das Meer. Das Essen schmeckte der Lage entsprechend, war aber sehr gut bezahlbar.

Dass Pizza, Spaghetti und die Espresso-Kultur aus Italien kommen, ist ja allgemein bekannt. In New Zealand werden ab und zu auch Kiwis (die Früchte und nicht der Nationalvogel) aus Italien importiert. Selbst die Espresso-Tassen stammen häufig aus diesem Land.

Dass aber auch die Papiertaschentücher aus Bella Italia importiert werden, verblüffte mich schon. Vermutlich wird das Holz der hiesigen Wälder nach Italien verschifft, dort zu allerlei Produkten verarbeitet und umgehend wieder zurück gesandt. Da bliebt mir nur Obelix’ Spruch: Die spinnen, die Römer! Scheiss Globalisierung!

Die Tasman Sea trennt New Zealand im Westen von Australien, nach dem Nachtessen zeigten sich die Felsen in einem geheimnisvollen Dunst, der durch die starke Brandung hervorgerufen wurde.

