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- Kategorie: Down Under 09/10 - New Zealand
Going Places – immer auf derselben Insel
Die wenigsten Neuseeländer waren vermutlich je in Ost-Afrika, denn sonst würden sie die Ortschaft, welche wir heute durchfuhren, schleunigst umtaufen. Schon das Ortschild lässt Schlimmes vermuten.

In Kisuaheli heisst „Hakuna Matata“ soviel wie „Kein Problem“ und entsprechend meint der Begriff „Matata“ eben „Problem“. Häufig wird das auch verwendet, wenn ein Tourist „Matata“ hat, was dann meist „Durchfall“ bedeutet. Eine Ortschaft, die so heisst, flösst uns auf jeden Fall nicht gerade viel Vertrauen ein.
Wenn dann erst noch das einzige Hotel im Ort „Matata“ heisst, ist äusserste Vorsicht angebracht. Wir stiegen auf jeden Fall nicht dort ab, zumal es dafür ohnehin noch viel zu früh im Tag war.

Bereits einige Minuten später folgte das nächste Ortsschild, das auf eine weit entfernte Weltgegend hinweist.

Erst beim zweiten Hinsehen wurde uns dann klar, dass wir wohl doch nicht auf diesen von hier aus gesehen nördlichen Pazifikinseln sind, da beim Namen das zweite „i“ fehlt. Die Strände hier sind jedoch wie jene der Namensvetterin sehr schön, aber hier zumeist menschenleer.
Schliesslich fanden wir ein Hotel in einem weniger prosaischen Ort, in Hicks Bay, sehr weit im Osten von New Zealand. Hier bläst der Wind sehr stark und momentan zieht gerade Regen auf. Wir hoffen natürlich, dass dieser über Nacht aufhört und uns morgen früh wieder eine strahlende Sonne erwartet.
Wenn ich vom Osten von New Zealand spreche, dann meine ich wirklich den Osten. Nicht weit entfernt von hier steht das East Cape Lighthouse, welches mit 178.35 Grad Ost den östlichsten Punkt der Welt markiert. Weiter im Osten liegen nur noch einige kleinere Inseln und viel, viel Meer, bevor dann bei 180 Grad Ost an der Datumsgrenze wieder der Westen anfängt. Von hier aus ist das nächste Land im Osten nahe der Stadt Conception in Chile, 9'000 km Luftlinie entfernt.

Vom Leuchtturm aus ist wirklich das Ende der Welt zu sehen. Auch das Ende kann fotogen sein ...

