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- Kategorie: Down Under 09/10 - New Zealand
Eine ganz angenehme Fehlinvestition
Die Seasickness Tabletten kosteten 14 NZD oder umgerechnet etwa 9.80 CHF und nützen überhaupt nichts. Das heisst genauer, sie mussten auch nichts nützen, da das Wetter heute sensationell schön war. Bereits am Morgen war das Wasser in der Bucht von Wellington spiegelklar und kein noch so kleines Windchen störte das Bild. Sehr unüblich für diese Stadt! Wir genossen es.

Trotzdem sorgten wir eine Stunde vor Abfahrt der Fähre vor und assen pflichtbewusst unsere weissen Kügelchen. Die gefürchtete Überfahrt war dann aber sehr angenehm, bei schönstem Sonnenschein und nur ganz wenig Wind. Aber eben, mit Versicherungen ist es so eine Sache: Man schliesst sie zum Zeitpunkt der Ungewissheit ab und fragt sich nach einem guten Ausgang des Abenteuers, ob sich die Investition wirklich gelohnt habe. In unserem Fall war sie auf jeden Fall jeden Rappen wert, obwohl wir sie zu unserem Glück nicht beanspruchen mussten.
Den Rettungsring brauchen wir zum Glück ebenso wenig, er blieb an seinem angestammten Platz an der Reling.

Etwas mehr als eine halbe Stunde nach der Ausfahrt aus dem Hafen von Wellington franste die Küste aus, wie wenn hier das südliche Ende der Nordinsel wäre. Tatsächlich liegt dieses aber noch einige Kilometer im Westen, aber dort ist die Küste nicht mehr so fotogen.

Die Überfahrt ist nicht für alle Passagiere gleich bequem. Wie früher bei den ersten Siedlern, welche aus England hierher kamen, sind die Passagiere des Oberdecks privilegiert, die Chickenclass – oder in diesem Fall wohl eher Sheepclass – hatte schon damals beengendere Platzverhältnisse.

Obwohl die Überfahrt problemlos vonstatten ging, waren wir doch froh, als die Hafenstadt Picton am Ende eines sehr langen Fiordes (hier Sound genannt) auftauchte und wir das Schiff verlassen konnten.

